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Woltering kommissarischer BUndesjugendreferent

Kai Woltering ist kommissarischer Bundesjugendreferent

Der stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Diabetiker Bundes, Kai Woltering, übernimmt ab sofort kommissarisch den vakanten Posten des Bundesjugendreferenten.

Der 33-jährige Steinfurter hat bereits im LV NRW in der Jugendarbeit mitgewirkt und will die Stimme der Kinder und Jugendlichen im Bundesvorstand sein. Im LV NRW hat er über mehrere Jahre Ferienfreizeiten für Diabetiker betreut und hat dabei auch die alltäglichen Probleme kennen gelernt die ein Diabetes im Kindes- und Jugendalter mit sich bringt. Auch aus eigenen Erfahrungen kennt Kai Woltering diese Probleme, denn er hat seit 1997 einen Typ I. Diabetes, den er seit 2000 mit einer Insulinpumpentherapie behandelt.

Kai Woltering ist verheiratet und hat einen dreijährigen Sohn. Er arbeitet im öffentlichen Dienst in der Bundesverwaltung.

In Deutschland gibt es etwa 25000 Kinder und Jugendliche mit Diabetes. Nicht nur ältere Kinder sind betroffen, immer mehr Babys und Kleinkinder erkranken jährlich. Für betroffene Eltern ist die Diagnose oft ein Schock, den das lebenslange Blutzuckermessen und Spritzen macht Angst und lässt sorgenvoll in die Zukunft schauen. Oft treten Probleme in Kindergärten und Schulen auf, denn auch viele Lehrkräfte sind mit dieser Situation überfordert, so kommt es des öfteren vor, das Kinder mit Diabetes vom Schulsport ausgeschlossen werden, aus Angst vor Unterzuckerungen. Kai Woltering möchte von daher auch insbesondere betroffenen Eltern oder auch mit der Betreuung von Diabetikern beauftragten Personen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Im Bereich der Jugendarbeit bildet sicherlich der Eintritt in die Arbeitswelt für Diabetiker eine besondere Hürde. Von potenziellen Arbeitgebern werden viele Bewerber auf Grund ihres Diabetes abgelehnt. Hier kann nur eine fundierte Aufklärung der Gesellschaft die gegenüber Diabetikern geübten Vorurteile abbauen. Schließlich kann ein Diabetiker in der heutigen Zeit, mit wenigen Ausnahmen, fast jeden Beruf ausüben.

Auch die häufig in der Pubertät auftretende „Null-Bock-Phase“ stellt Eltern von Diabetikern vor eine besondere Herausforderung. Von den Diabetikern wird tägliche Disziplin (Einträge ins Blutzuckertagebuch, etc.) erwartet, die in der Umschwungzeit zum Erwachsenwerden kaum zu schultern ist. In der Pubertät sind sowieso gute HbA1c-Werte kaum zu erzielen, wie z.B. die Studie Diabetes Control and Complications Trial (DCCT) belegt.

Oft fällt es Eltern auch schwer ihre Kinder in die Selbstständigkeit des Erwachsenlebens zu entlassen. Zu groß sind häufig die Bedenken das die Kinder ihr Leben mit Diabetes nicht alleine bewältigen können. In diesen, wie auch allen Lebenslagen steht der Deutsche Diabetiker Bund für Fragen jeglicher Art gerne zur Verfügung. Unsere Experten aus allen Bereichen des Diabeteslebens, i.d.R. selber Betroffene, haben für fast alle Probleme eine Lösung parat.

Aber auch Freizeiten für Kinder- und Jugendliche, Treffen Betroffener Kinder, Jugendlicher und Eltern oder das Durchsetzen gesundheitspolitischer Ziele sind Aufgabe die der Bundesvorstand in Zusammenarbeit mit allen Landesjugendreferenten und Mitgliedsorganisationen, die im Kinder- und Jugendbereich tätig sind, wahrnimmt.

Autor:

Quelle: www.diabetikerbund.de

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