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Polyneuropathie

Neue Hoffnung auf Hilfe bei diabetischer Polyneuropathie

Bei der Behandlung von diabetischer Polyneuropathie soll es neue Erkenntnisse geben. Laut US-Studie sollen neue Mittel die Schmerzen lindern.

Das berichtet das amerikanische Medizin-Journal "Neurology".
Das Journal hat eine Studie veröffentlicht, die belegt, dass das starke Opioid Oxycodon die Schmerzen bei der häufig durch Diabetes mellitus ausgelösten Nervenerkrankung wirksam und schnell lindern soll.
Bei der Nervenerkrankung lagern sich durch den dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel schädliche Substanzen in den Blutgefäßen ab, die zu den Arm- und Beinnerven führen. Diese Nerven werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, so dass sie bleibend geschädigt werden oder absterben. Die Folgen sind ständiges Kribbeln und Taubheitsgefühl, eine erhöhte Empfindlichkeit gegen Berührungen und brennende Dauerschmerzen in Füßen und Händen.
Gegen die Schmerzen sollen nun laut Studie Opioide helfen. Das sind starke Schmerzmittel, die direkt im Rückenmark wirken und dort die Weiterleitung des Schmerzreizes an das Gehirn blockieren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt zur Behandlung starker Schmerzen die Gabe von Opioiden - und zwar in Form von retardierten Tabletten oder Kapseln. Retardpräparate haben den Vorteil, dass sie ihren Wirkstoff über einen längeren Zeitraum in die Blutbahn abgeben.
Hilfe durch die neuen Erkenntnisse könnten sich ca. ein Drittel von den sechs Millionen Diabetikern in Deutschland versprechen. Denn so viele leiden derzeit an einer diabetischen Polyneuropathie.

Autor: Carolin Bunge

Quelle: Gimbel JS, Richards P, Portenoy, RK: Controlled-release oxycodone for pain in diabetic neuropathy. A randomised controlled trial. Neurology 2003; 60 (6): 927

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