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Vitrektomie

Vitrektomie

Die häufigste Ursache einer Erblindung ist in den westlichen Industrieländern bei Menschen im erwerbsfähigen Alter die diabetische Retinopathie. Mit einer Vitrektomie besteht in vielen Fällen jedoch die Möglichkeit, die Sehkraft wieder deutlich zu verbessern.

Die häufigste Ursache einer Erblindung ist in den westlichen Industrieländern bei Menschen im erwerbsfähigen Alter die diabetische Retinopathie. Sie ist eine von zahlreichen Folgekrankheiten der Zuckerkrankheit. Wird sie nicht frühzeitig behandelt, kann sie zur Beeinträchtigung des Sehvermögens bis hin zur Erblindung führen.
In der fortgeschrittenen Form der Retinopathie, der proliferativen, bilden sich neue Blutgefäße am Augenhintergrund. Dabei kommt es zu starken Blutungen, die auch oft in den Glaskörper hineingelangen. Dadurch entstehen Sehstörungen, weil die Lichtleitung im Auge behindert wird.
Die daraus folgende Trübung kann sich zunächst wieder auflösen. Werden die Blutungen stärker, klärt sich der Glaskörper meist nicht mehr auf. Die Sehstärke nimmt immer weiter ab.
Mit einer Vitrektomie besteht in vielen Fällen die Möglichkeit, die Sehkraft wieder deutlich zu verbessern. Bei dieser Operation wird der Glaskörper aus dem Auge entfernt und durch eine Mineralstofflösung oder Silikonöl ersetzt.
Auch eine diabetische Netzhautablösung kann so behandelt werden. Bei dieser Erkrankung löst sich die Nervengewegsschicht im Auge von den Schichten, die darunter liegen. Die Aderhaut kann sie somit nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgen. Die Netzhaut geht mit der Zeit zugrunde. Ordnet der Arzt hier eine Vitrektomie and, werden die inneren Zugkräfte beseitigt. Dies kann sowohl mit, als auch ohne einer Tamponade (hier Gas, Silikonöl) erfolgen.
Wie in den meisten medizinischen Bereichen wird auch hier ständig geforscht und weiterentwickelt. So entstand die endoskopische Vitrektomie, die die Möglichkeiten der konventionellen Vitrektomie verbessert. Vor allem für das Einsehen in den "toten Winkel" des Auges und bei trüben optischen Medien, wie den Glaskörper, ist diese Methode sehr hilfreich.

Autor: Ramona Völkl

Quelle: www.fu-berlin.de
www.uni-essen.de
Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. Berlin, 2002

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