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Retinopathie

Bei Retinopathie: Blutzucker lieber langsam senken

Neben der Nephropathie (Nierenerkrankung) und der Neuropathie (Nervenstörung) ist auch die Retinopathie eine typische Folgekrankheit des Diabetes.

Bei dieser diabetischen Augenkrankung wird durch eine Schädigung der Netzhaut (Retina) das Sehvermögen beeinträchtigt - teilweise bis hin zur Erblindung. Schuld sind zum einen zu hohe Blutzuckerwerte, zum anderen ein zu hoher Blutdruck. Während Studien aus den 70er Jahren noch bescheinigen, dass zwei Drittel der Langzeitdiabetiker irgendwann eine Retinopathie entwickeln, hat sich die Lage heute gebessert. Moderne Vorsorgeuntersuchungen und Therapiepläne sind deutlich effektiver, eine Erblindung kann in den meisten Fällen verhindert werden.

Im Vordergrund steht für den Patienten neben regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt die dauerhafte Senkung der Blutzucker- und Blutdruckwerte. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass bei Patienten, die schon über einen langen Zeitraum zu hohe Blutzuckerwerte haben (erkennbar am hohen HbA1c-Wert), eine zu schnelle Senkung des Blutzuckers fatale Auswirkungen haben kann.

Anstatt das Risiko einer Retinopathie zu vermindern, erhöht das rasche Senken der Blutzuckerwerte auf den Normwert die Wahrscheinlich einer Augenerkrankung drastisch; bei bereits vorhandenen Schädigungen der Augen kann diese sogar noch verschlimmert werden. Daher sollte der Blutzuckerwert behutsam dem Normbereich angeglichen werden. Ärzte raten dazu, den Wert auf 140 mg / dl einzustellen und ihn dann langsam über Wochen oder sogar Monate auf einen Normwert (zwischen 70 und 110 mg / dl) zu bringen.

Lesen Sie auch unsere Tipps, wie man einer Retinopathie vorbeugen kann.

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