Erstellt am: 31.10.2005
Letzte Änderung am: 31.10.2005
Die DNS (Desoxyribonucleinsäure) ist das "Buch des Lebens", das in jeder einzelnen Zelle des Menschen enthalten ist. In der DNS sind sämtliche individuelle Erbinformationen eines Menschen gespeichert, z.B. Haut- und Augenfarbe oder Größe. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch wird auch häufig der Begriff DNA (englisch: desoxyribonucleic acid) verwendet. Wesentliche Entdeckungen über Funktion und Aufbau der DNS wurden bereits im Jahre 1953 von Watson und Crick gemacht.
Vereinfacht gesagt besteht die DNS aus zwei ineinander verdrehten Fadensträngen, die strickleiterartig miteinander verbunden sind. Die äußeren Stränge der DNS bestehen aus Zucker und Phosphor. Die "Sprossen" hingegen, also die Verbindungsnähte zwischen den beiden Fäden, setzen sich aus vier verschiedenen Substanzen - den so genannten Basen - zusammen.
Je zwei der vier verschiedenen Basen passen genau ineinander und bilden ein Paar. Jedes Basenpaar stellt eine Sprosse der "Strickleiter", also des Doppelstranges, dar. Die Reihenfolge der Basen ist bei jedem Menschen genau festgelegt.
Eine bestimmte Anzahl von Basenpaaren auf dem DNS-Strang bildet ein Gen. Man schätzt, dass der Mensch etwa 30.000 verschiedene Gene besitzt.
Dadurch, dass sich nur gegensätzliche Basen gegenüberliegen, kann sich die DNS selbst reproduzieren: Dabei spaltet sie sich in zwei Hälften, die dann jeweils von den passenden Basen ergänzt und zu einer neuen DNS zusammengesetzt werden.
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Autor: Wiebke Raue