Erstellt am: 21.11.2005
Letzte Änderung am: 31.12.2005
Unter einer diabetischen Nephropathie versteht man eine Schädigung der Nieren, die in Folge einer Diabeteserkrankung auftritt.
Durch zu hohe Blutzucker- und/oder Blutdruckwerte über Jahre hinweg werden die Gefäße in den Nieren geschädigt, so dass diese langsam ihre Filterfunktion einbüßen. Weitere Faktoren, die die Erkrankung begünstigen, sind z.B. genetische Veranlagung und Nikotinkonsum.
Durch die nachlassende Filterfunktion der Nieren werden Eiweiße (Albumine) mit dem Urin ausgeschieden. Eine beginnende Nephropathie verläuft oft jahrelang ohne Beschwerden, so dass Diabetiker - egal, ob Typ-1 oder Typ-2 - regelmäßig ihren Urin auf Eiweiße untersuchen lassen sollten. Im weiteren Verlauf können Beschwerden wie Blutarmut, Leistungsschwäche, Kopfschmerzen oder Juckreiz auftreten. Durch Maßnahmen wie Blutzucker- und Blutdrucksenkung, Verzicht auf Nikotin und Gewichtsabnahme können anfangs weitere Schädigungen und Komplikationen verhindert oder verlangsamt werden. Im fortgeschrittenen Stadium, welches nach mehreren Jahren ohne eine erfolgreiche Therapie eintritt, ist jedoch die Dialyse bzw. eine Transplantation unumgänglich.
Etwa ein Drittel aller Diabetiker entwickelt im Laufe ihres Lebens eine diabetische Nephropathie. Diese gilt als eine der gefährlichsten Folgeerkrankungen, da sie im Spätstadium lebensbedrohlich sein kann.
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Autor: Wiebke Raue