Erstellt am: 16.12.2005
Letzte Änderung am: 16.12.2005
Polyurie bedeutet eine vermehrte Urinausscheidung. Sie ist nicht selten eines der ersten Symptome, die auf den Diabetes hindeuten, wenn die Stoffwechselstörung noch nicht entdeckt ist. Oftmals ist Polyurie auch ein Anzeichen für einen schlecht eingestellten Diabetes mellitus.
Bei der Diabetes-Erkrankung steigt ohne Behandlung die Konzentration des Blutzuckers stark an. Die Niere ist dann nicht mehr in Lage, den gefilterten Zucker vollständig zurückzuhalten, der dann teilweise mit dem Harn ausgeschieden wird. Da Glukose (Zucker) aufgrund physikalischer Gesetze Wasser bindet, kommt es automatisch zu einer gesteigerten Urinausscheidung. Zudem versucht der Körper, dadurch die Blutzuckerkonzentration zu senken.
Die normale Harnmenge beträgt ungefähr 1,5 Liter, bei einer Polyurie sind es über drei Liter pro Tag. Wird der erhöhte Flüssigkeitsverlust nicht durch Trinken ausgeglichen, trocknet der Körper aus. Gerade bei älteren Menschen kann dieser Zustand gefährliche Folgen haben.
Autor: Kai Göretz