Erstellt am: 10.03.2006
Letzte Änderung am: 10.03.2006
Unter einer diabetischen Makulopathie versteht man eine Schädigung des Auges, bei der die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut, die Makula, betroffen ist. Die Erkrankung entsteht meist im Laufe eines jahrelangen Diabetes bzw. infolge einer schlechten Blutzuckereinstellung.
Sie tritt als eine Form der diabetischen Retinopathie auf, welche mit Gefäßveränderungen an der Netzhaut einhergeht. Dabei tritt aus den erkrankten Blutgefäßen Flüssigkeit aus bzw. es bildet sich ein Gefäßverschluss. In der Makula bilden sich dadurch Wassereinlagerungen oder Blutungen, so dass diese anschwillt und ein Ödem entsteht. Die Folge ist ein zunehmender Verlust der Sehschärfe.
Die diabetische Makulopathie macht sich oft erst relativ spät bemerkbar. Daher sollte jeder Diabetiker ein Mal im Jahr den Augenhintergrund untersuchen lassen. Der Betroffene nimmt Dinge zunehmend verzerrt wahr (z.B. Buchstaben) und hat darüber hinaus Probleme, Gesichter zu erkennen. Die Scharfsicht ist deutlich beeinträchtigt.
Heilen lässt sich die Erkrankung noch nicht, jedoch gibt es mittlerweile gute Therapiemöglichkeiten. So kann das Fortschreiten beispielsweise durch die Gabe von Zink, Vitamin C bzw. E und Betacarotin verlangsamt werden. Bleibt die Makulopathie unbehandelt, ist das Augenlicht gefährdet, so dass eine Erblindung droht.
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Autor: Wiebke Raue