Erstellt am: 09.01.2006
Letzte Änderung am: 09.01.2006
Benannt nach ihrem Entdecker, dem Berliner Pathologen Paul Langerhans (1847 - 1888), leisten die Langerhans-Inseln einen bedeutenden Beitrag im Verdauungsstoffwechsel. Durch die Produktion von Glukagon und Insulin regulieren sie den Blutzuckerspiegel beim Menschen und den meisten Wirbeltieren.
1869 entdeckte der damals 22-jährige Medizinstudent die "Inseln", als er im Rahmen seiner Dissertation die Bauchspeicheldrüse neu untersuchte. Er stellte fest, dass das menschliche Pankreas durchschnittlich 1.000.000 Inselzellen beinhaltet. Langerhans' Doktorarbeit beschäftigte sich allerdings nicht mit deren Funktion, sondern ausschließlich mit dem Aufbau der Bauchspeicheldrüse.
1893 stellte der Franzose Gustave-Edouard Laguesse (1816-1927), der auch den Namen "Ilots de Langerhans" (Langerhans-Inseln) vergab, Theorien über die Aufgaben der Zellhaufen auf und 1900 stellte man fest, dass die der in vier Gruppen unterteilten Inseln Hormone produzieren, die den Blutzucker senken.
Die wichtigsten Bestandteile der Langerhans-Inseln sind die -Zellen, die Glukagon produzieren und die -Zellen, die den Körper mit Insulin versorgen und so den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle halten. Beschädigungen oder Fehlfunktion dieser Zellen sowie ihr kompletter Ausfall sind die direkten Ursachen für Diabetes mellitus.
Weiterführende Informationen:
Autor: Christian Kern
Quelle:
www.whonamedit.com
www.berlin-ehrungen.de
www.flexicon.doccheck.com
Pschyrembel Klinisches Wörterbuch