Erstellt am: 28.04.2006
Letzte Änderung am: 28.04.2006
Lichen ruber planus ist eine entzündliche Erkrankung von Haut und Schleimhäuten, welche unter Diabetikern relativ häufig auftritt. Dabei bilden sich etwa hirsekorngroße Knötchen mit hellroter bis bräunlicher Färbung und einer hellen, oft netzartigen Oberflächenzeichnung. Diese können den ganzen Körper befallen, häufig sind jedoch die Beugeseiten der Handgelenke, die Knöchel und die Lendenregion betroffen. Die genaue Entstehungsursache ist nicht bekannt. Die Erkrankung betrifft sowohl Männer als Frauen.
Aufgrund des Juckreizes, mit dem die Knötchenflechte einhergeht, beginnt der Betroffene zu kratzen. Dadurch nimmt die lokale Infektionsgefahr zu, da oft kleine Hautverletzungen entstehen und sich neue Knötchen bilden. Bei Vielen ist zudem eine weißliche Verfärbung der Schleimhaut zu beobachten, ferner können schmerzende offene Wunden entstehen.
Zur Diagnose wird eine Hautprobe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Um mögliche andere Erkrankungen auszuschließen, ist eine zusätzliche Blutentnahme empfehlenswert. In der Regel bildet sich die Flechte - oft nach Monaten oder Jahren - spontan zurück. Die Therapie richtet sich nach Schwere und Ausprägung der Erkrankung. Behandelt wird Lichen ruber planus meist mit kortisonhaltigen Salben, um das Abheilen der Knötchen zu beschleunigen. Zudem können Licht-, Kälte- oder Lasertherapie eingesetzt werden. Bei der Abheilung bleiben oft über einen längeren Zeitraum dunkle Pigmentierungen zurück. Ansteckend ist die Knötchenflechte nicht.
Autor: Wiebke Raue