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Lexikon

Kurz erklärt: Verzögerungsinsulin

Als Verzögerungsinsulin bezeichnet man eine Form des Hormons, bei welcher dessen Wirkung um eine gewisse Zeit hinausgezögert werden kann. Auf diese Weise kann man die Dauer der Insulin Wirkung verlängern. Ein älteres Synonym für den Begriff ist Depotinsulin.

1936 entdeckte der Arzt Hans Christian Hagedorn, dass sich die Wirkung von Insulin durch Zusatz eines bestimmten Eiweißes verzögert. Die meist verwendete Verzögerungssubstanz ist heutzutage NPH (Neutrales Protamin Hagedorn). Das Insulin wird so langsamer aus dem Unterhautfettgewebe in die Blutbahn abgegeben. Auf diese Weise reicht die Wirkung des gespritzten Insulins nicht mehr nur vier bis sechs, sondern etwa zwölf Stunden. Nach dem Spritzen eines NPH-Insulins zeigt sich die Blutzuckersenkung am stärksten nach etwa vier bis sechs Stunden. Wie bei Normalinsulin auch ist die Wirkung dosisabhängig: Je geringer die Dosis ist, desto kürzer wirkt es.

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