Erstellt am: 20.03.2008
Letzte Änderung am: 20.03.2008
Wirksamkeit und therapeutische Effizienz der Hochtontherapie sind für die diabetische Polyneuropathie durch verschiedene wissenschaftliche Studien belegt. Dabei wurden die Effekte der Therapieform auch im Vergleich zu herkömmlichen physikalischen Verfahren gestestet.
Wissenschaftlicher Nachweis
Das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) Düsseldorf hat den Effekt der Hochtontherapie bei diabetischer Polyneuropathie erstmals wissenschaftlich nachgewiesen und in den vergangenen Jahren insgesamt zwei wesentliche Studien durchgeführt. So wies Prof. Dr. Stephan Martin, heute Ärztlicher Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums (WDGZ), nach, dass sich Beschwerden bei 80 Prozent der mit Hochtontherapie behandelten Polyneuropathie-Patienten deutlich besserten. An der Universität Heidelberg stellte Prof. Dr. Peter P. Nawroth in einer Studie eine erhebliche Schmerzlinderung fest. Zudem wurde ein signifikant verbesserter, relativer Anstieg des kapillaren Blutflusses nachgewiesen.
Hoch wirksame Schmerztherapie
Die Hochtontherapie wird als sanfte Behandlung gegen die Folgen diabetesbedingter Polyneuro¬pathie eingesetzt: Kribbeln, Brennen und Taubheit in Füßen und Beinen werden deutlich gelindert, oft sogar zu 100 Prozent. Dazu macht sich die Hochtontherapie die vielfältige Wirkung des Stroms auf einer neuen therapeutischen Basis zunutze: Stromintensität und Frequenzen zwischen 4.000 und 32.500 Hertz werden derart moduliert, dass eine tiefgehende, effektive medizinische Muskelstimulation erreicht wird. Diese trägt zur Aktivierung des Stoffwechsels bei. Beide Effekte wirken bei der Linderung der Schmerzen zusammen.
Sanfte Behandlung
Zur Behandlung werden dem Patienten Elektroden angelegt, durch die sanfte elektrische Impulse in den Körper gelangen. Die Behandlungszeit und -dauer richtet sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild. Für langfristige Therapieerfolge sind mehrere Sitzungen erforderlich. Einfach und zeitsparend ist die Behandlung mit einem Patientengerät, die zuhause durchgeführt werden kann. Auch Patienten mit Krampfadern, Metallimplantaten und Endoprothesen können sie anwenden. Nicht eingesetzt werden sollte die Hochtontherapie bei fieberhaften Allgemeininfektionen, lokalen bakteriellen Infektionen, Trägern von Herzschrittmachern und bestehender Schwangerschaft.
Autor: Carolin Bunge
Quelle:
www.schmerz-med.de
www.onmeda.de