Erstellt am: 27.08.2008
Letzte Änderung am: 27.08.2008
Arsen wird auch in der Metallverarbeitung eingesetzt und in der Elektronik bei der Herstellung von Halbleitern. In einigen Ländern kommen Arsenverbindungen als Schädlingsbekämpfungsmittel im Weinbau, als Fungizid (Antipilzmittel) in der Holzwirtschaft, als Holzschutzmittel, als Rattengift und als Entfärbungsmittel in der Glasherstellung zum Einsatz. Diese Mittel sind jedoch gesundheitlich äußerst bedenklich, denn höhere Konzentrationen von Arsenverbindungen stehen im Verdacht Krebs auszulösen und nach neuesten Erkenntnissen gelten sie als diabetogen.
In geringer Konzentration sind Arsenverbindungen in der Natur weit verbreitet und in sämtlichen Nahrungsmitteln enthalten, sodass bis zu einem Milligramm Arsen pro Nahrungsmittel verzehrt wird. Dies gilt jedoch als harmlos. Durchschnittlich ist im Körper eines Erwachsenen ein Gesamtgehalt von etwa 7 Milligramm Arsen nachweisbar. Seit 1992 empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Grenzwert für Arsen im Trinkwasser von 10 Mikrogramm pro Liter. Dieser Wert wird in vielen europäischen Staaten und den USA noch immer überschritten. In Deutschland wird er seit 1996 als Grenzwert jedoch eingehalten.
In der Kriminalgeschichte und in der Literatur sind historische Giftmorde mit Arsen ein beliebtes Thema. Sehr bekannt wurde die Verfilmung des Theaterstückes „Arsen und Spitzenhäubchen“ mit Gary Grant, indem zwei alte Damen ältere Herren vergiften. Auch der Tod des 51-jährigen Napoleon Bonaparte auf der Insel St. Helena wurde lange Zeit auf einen Giftanschlag mit Arsen zurückgeführt.
Autor: Meike Dackweiler
Quelle: www.aerzteblatt.de