Erstellt am: 27.04.2010
Letzte Änderung am: 21.05.2010
Osteoporose ist weltweit eine der wichtigsten Volkskrankheiten. In Deutschland sind etwa fünf Millionen Menschen von Knochenschwund betroffen. Einer Osteoporose lässt sich jedoch vorbeugen – es gibt viele Möglichkeiten, die Knochen zu stärken.
Die Knochen sind technische Meisterwerke: Sie halten großen Zug- und Druckkräften stand und geben unserem Körper Struktur. Knochen bestehen aus elastischem Füllgewebe, dem Kalziumsalz die nötige Härte verleiht. Bestimmte Knochenzellen, Osteoblasten, bauen die Knochensubstanz auf. Sie benötigen dazu ausreichend Baumaterial, das ihnen durch das Blut angeliefert wird. Die Osteoblasten nehmen die Baustoffe auf und geben sie an den Knochen ab.
Hormone, Ernährung und Bewegung beeinflussen den Knochenbau und bestimmen, wie hart der Knochen ist. Bei Osteoporose sind die Knochen nicht stark genug – sie brechen schon bei kleinster Belastung. Oft sind die Wirbel, der Oberschenkelhals oder Unterarm betroffen. Zusätzlich verformen sich die Wirbelkörper, da sie dem Körpergewicht nachgeben –Rückenschmerzen sind die Folge.
Früherkennung ist wichtig
Meistens sind Menschen hohen Alters von einer Osteoporose betroffen, vor allem Frauen. Auch die Wechseljahre, eine Fehlernährung oder Hormonstörungen können die Knochen schwächen. Manchmal ist die Ursache unbekannt.
Es ist wichtig, bei den typischen Beschwerden frühzeitig einen Arzt aufzusuchen. Mit verschiedenen Verfahren kann dieser die Knochendichte messen. Rechtzeitig erkannt lässt sich eine Osteoporose meist gut behandeln. Der Arzt verordnet dann ein Medikament, das die Knochendichte erhöht. Führen Wechseljahre zu einer Osteoporose, können Hormonpräparate sinnvoll sein.
Die Knochen passen sich der Belastung an – und damit die Knochendichte. Wer sich auf dem Sofa schont, entlastet die Knochen. Die Knochenbauer, die Osteoblasten, haben nun wenig Anreiz, Knochensubstanz herzustellen. Knochenabbauende Zellen, Osteoklasten, dominieren das Bauprojekt. Auch ihre Funktion ist wichtig, da sie abgebautes Material wieder dem Organismus zurückgeben. Sind die Osteoklasten jedoch fleißiger als die Osteoblasten, nimmt die Knochendichte ab.
Mit Sport und richtiger Ernährung gegen Osteoporose
Der Knochen passt sich immer der jeweiligen Situation an. Bei Belastung wirken auf den Knochen starke Kräfte. Als Reaktion nimmt die Knochendichte zu. Laufen und andere Sportarten stärken die Knochen und sind damit ideal, um einer Osteoporose vorzubeugen. Sind die Knochen bereits geschwächt, sind sanfte Sportarten wie Walking oder Spazierengehen sinnvoll. Wer unsicher beim Gehen ist, sollte Gehhilfen verwenden, um Stürze zu vermeiden.
Auch eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, die ausreichend Calcium, Magnesium und Vitamin D liefert. Kalziumreiche Kost wie Milchprodukte stellen den Knochen genug Baumaterial zur Verfügung. Wird nicht genug Kalzium über die Nahrung zugeführt, können zusätzliche Kalziumpräparate sinnvoll sein. Vitamin D gilt als „Knochenvitamin“. Gewöhnlich wird es durch Sonnenlicht gebildet; auch ist es in einigen Lebensmitteln wie Fisch enthalten. Bei geringer Knochendichte und zur Vorbeugung von Osteoporose empfehlen es Ärzte auch als Extra-Präparat.
Vorsicht vor Zuckerbomben: Vermeiden Sie ein Zuviel an Süßigkeiten. „Softdrinks“ wie Cola stören den gesunden Knochenstoffwechsel und machen die Knochen „soft“. Kaffee im Übermaß schadet den Knochen ebenso. Auch große Mengen an Wurst fördern eine Osteoporose, da Phosphate enthalten sind. Diese machen das Baumaterial Kalzium für die Knochen unbrauchbar. Wer sich dagegen abwechslungsreich ernährt sowie auf Rauchen und Alkohol verzichtet, ist auf der gesunden Seite. Und Bauherr im Projekt „Starke Knochen für ein gesundes Leben“.
Autor: medproduction
Quelle:
apomio – Preisvergleich für Medikamente http://www.apomio.de/
Medizinlexikon von dr.waitz|medproduction: http://www.medproduction.de/cms/website.php?id=index/medizinlexikon/o/osteoporose_knochenschwund.htm
Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose: http://www.osteoporose-deutschland.de/
Baenkler, H.W. et al.: Innere Medizin. Thieme Verlag, Stuttgart 2009
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Schauder, P.; Ollenschläger, G.: Ernährungsmedizin. Urban & Fischer Verlag, München 2006