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Regelmäßiges Blutzuckermessen ist Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Management beim Typ-2-Diabetes. Wird der Blutzucker regelmäßig gemessen, können Risiken für Folgeerkrankungen oder Komplikationen deutlich reduziert werden. Auch im Bezug auf die Lebenserwartung und -qualität im Allgemeinen sind positive Resultate zu verzeichnen. Wer seinen Blutzuckerwert konsequent selbst überprüft, entwickelt ein besseres Verständnis für seine Stoffwechselerkrankung und kann eigenverantwortlicher damit umgehen.

Bevormundung, Hilflosigkeit, Unsicherheit – verschiedene Ursachen können der Auslöser für Diabetesfrust und Streitereien in einer Partnerschaft sein. Doch ein Diabetes als Beziehungskiller, das muss nicht sein. Gründe für schlechte Laune sind oftmals die unterdrückte Angst vor Folgeschäden, die Einschränkungen beim Essen, diabetesbedingte Lustlosigkeit oder Potenzprobleme. Mit der richtigen Behandlung ist auch trotz Diabetes ein fast normales Leben möglich. Das sollte auch in der Partnerschaft gelten.

Jeder kennt das Gefühl von Heißhungerattacken: Mal süß, mal herzhaft und fettig. Wird dann einmal die Chipstüte oder Schokoladentafel geöffnet, ist beides schneller verzehrt als man gucken kann. Den Grund dafür haben amerikanische Wissenschaftler erforscht. In einer Studie haben sie nachgewiesen, dass der Drang nach Fast Food, Chips und co. auf den gleichen Hirnprozessen basiert wie die Sucht nach Drogen. Einmal angefangen, will man immer mehr.

Extrapfunde durch Diabetes sind zu Beginn einer Diabetestherapie nicht ungewöhnlich. Mehr Wasser im Körper, eine Veränderung des Zuckerhaushaltes, da durch Insulin die Kohlenhydrate aus der Nahrung besser verwertet werden können oder Heißhungerattacken aufgrund einer Unterzuckerung durch zu viel Insulin kommen zu beginn jeder Therapie vor und pendeln sich im Laufe der Behandlung wieder ein.

Tausende Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes werden derzeit mit kurzwirksamen Insulinanaloga behandelt. Dieses soll nun künftig nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden, zumindest wenn es nach dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geht. Grundlage für diese Forderung ist eine Studie des IQWiG-Institutes, welche keinen Zusatznutzen von kurzwirksamen Insulinanaloga gegenüber Humaninsulin bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes feststellen konnte.

Eine besonders speziefische Folgeerkrankung des Diabetes mellitus ist die sogenannte autonome diabetische Neuropathie. Das Auftreten äußert vor allen Dingen sich in Funktionsstörungen von verschiedenen inneren Organen und nervenbedingten Störungen des Temperatur- und Schmerzempfindens. Helfen kann hier neben einer symptomatischen Therapie auch eine bessere Stoffwechseleinstellung.

Mit der Diagnose Diabetes betreten Betroffene Neuland und müssen lernen, ihr Leben neu zu organisieren. Dabei werden sie einerseits mit unzähligen Fragen konfrontiert, andererseits stehen sie einem unüberschaubaren Informationsangebot gegenüber.

Die bariatrische Chirurgie umfasst verschiedene Operationsverfahren. Neben dem Magenband ist der Magenbypass wohl die bekannteste operative Behandlung. In den letzten Jahren stellte sich heraus, dass dabei als erfolgreicher Begleitumstand für Diabetes Typ-2 Patienten eine vollständige und andauernde Rückbildung der diabetischen Erkrankung erreicht werden kann.

Bluthochdruck und Diabetes treten nicht nur oft zusammen auf – sie haben auch gemeinsam, dass sie häufig lange Zeit unbemerkt bleiben und somit nicht oder nur unzureichend behandelt werden. Bis zu 80 Prozent der Menschen mit Diabetes Typ-2 haben erhöhten Blutdruck und auch bei Diabetes Typ-1 tritt er in bis zu 40 Prozent der Fälle auf. Gesteigerte Risikofaktoren für Diabetiker mit Hypertonie sind insbesondere kardiovaskuläre Krankheiten und mikrovaskuläre Komplikationen.

Die Diagnose Diabetes erhalten jedes Jahr mehr Menschen. Diese Tatsache sowie die Ursachen werden von der Mehrzahl der deutschen Bundesbürger jedoch bewusst oder unbewusst ignoriert. Risikogruppen, besonders übergewichtige Jugendliche wissen oft nicht genug über die vorhanden Präventionsangebote und -maßnahmen. Fehlendes Interesse sowie eine generelle Reizüberflutung an Informationen durch die Massenmedien sind unter anderem Gründe für das gefährliche Unwissen.