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Chinakräuter

China-Kräuter als Schlankheitsmittel im Kreuzfeuer der Kritik

Chinakräuter Fernöstliches Abspecken erfordert Mut zum Risiko. Das DIET warnt vor Schlankmachern aus der chinesischen Kräuter-Apotheke.

Nun sollen auch zum Schlankwerden spezielle China-Kräuter gewachsen sein, deren Effektivität in einer amerikanischen randomisierten plazebokontrollierten Doppelblindstudie (International Journal of Obesity (2001) 25, 316-324, An herbal supplement containing Ma Huang-Guarana for weight loss: a randomized, double-blind trial) acht Wochen lang an 67 Übergewichtigen (BMI zwischen 29 und 35) getestet wurde, berichtet heute Klaudia Pütz, Ernährungsmedizinische Beraterin beim Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen.

Die wundersame „China-Kräuter-Packung“ enthielt eine Kombination aus Ma Huang (Ephedra) und Guarana. Sonstige Lebensgewohnheiten änderten die Studienteilnehmer nicht.
Beachtlicherweise konnte bei der Verumgruppe gegenüber Plazebo eine durchschnittlich höhere Gewichts- und Körperfettreduktion beobachtet werden. Am Versuchsende war auch eine Verminderung des Hüftumfangs und der Triglyeride festzustellen.

Die Kräutermixtur „Ma Huang“ enthält Ephedrin und koffeinreiches Guarana. Ephedrin stammt aus der Meerträubelpflanze und ist eine der ältesten bekannten psychoaktiven Heilpflanzen. Als stimulierende Wirkstoffe enthalten alle Ephedraarten unterschiedliche und stark schwankende Mengen an natürlichen Amphetaminen. Ephedrin ist ein indirekt wirkendes Sympathomimetikum mit langdauernder Kreislaufwirkung und zentral erregenden Effekten. Beide Substanzen sind Dopingmittel, deren Wirkstoffe den Grundumsatz erhöhen und so zur Gewichtsreduktion führen. Klaudia Pütz warnt jedoch vor fernöstlichen Schlankmachern aus der Kräuterapotheke, da sie nicht unbedenklich sind. Die Nebenwirkungen, die während der Behandlung auftraten, reichten von Mundtrockenheit und Schlaflosigkeit bis zu Kopfschmerzen. In anderen Berichten zu Ma Huang wird aber auch von kardiovaskulären Zwischenfällen mit teilweise sogar letalem Ausgang berichtet.


Den DIET-Ernährungsexperten stellt sich die Frage, ob sich im Gegenzug für eine leichte Gewichtsabnahme „ein bisschen tot“ auch lohnt!?
Für alle, die Kämpfe um das Gewicht mit Hilfe von homöopathischen Mitteln, Appetitzüglern und anderen vielversprechenden Schlankheitsmitteln leid sind und sachlich, wissenschaftlich gesicherte Unterstützung auf dem Weg zu einem dauerhaft gesunden Körpergewicht suchen, steht der ernährungsmedizinische Beratungsdienst „Hilfe, ich bin zu dick!“ werktags von 14.00 bis 17.30 Uhr unter der Telefonnummer 0241 – 4450600 zur Verfügung.

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