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Vegetarismus

Vegetarismus und Diabetes - Es geht auch ohne Fleisch!

Vegetarische Ernährung ist nach wie vor ein emotionales Thema - kaum ein Vegetarier, der auf sein "Nein danke, ich esse kein Fleisch" zunächst mitleidige oder entsetzte Blicke erntet.

Die Deutschen sind beim Fleischverzehr nicht gerade zurückhaltend - knuspriger Schweinebraten, hausgemachte Rouladen, Gulasch, Bratwurst, Frikadellen. Viele traditionelle Speisen und Spezialitäten leben gerade von ihrem hohen Fleischanteil. So manches Sonntagsessen wird erst mit dem Sonntagsbraten zum Festmahl. Auch bei Fastfood dominiert Fleisch: Unzählige halbe Hähnchen werden Jahr für Jahr von den Deutschen verputzt, ebenso Schnitzel, Schaschlikspieße und Currywürste. Fleisch bedeutet immer noch ein Stück Lebensqualität - oder?

Warum gerade für Typ-2-Diabetiker ein Verzicht auf Fleisch sinnvoll sein kann

Vegetarische Ernährung ist nach wie vor ein emotionales Thema - kaum ein Vegetarier, der auf sein "Nein danke, ich esse kein Fleisch" zunächst mitleidige oder entsetzte Blicke oder ein "Warum das denn? Was isst du denn dann?" erntet. Eigentlich könnten ethische und ökologische Gründe allein schon ausreichen, um so manchem Zeitgenossen den Appetit auf den leckeren Braten zu verderben:

Ethische und ökologische Gründe

Stichworte sind unter anderem Massentierhaltung mit unendlichem Leid für die Tiere, Hormonskandale, Seuchen wie BSE und Geflügelpest, Verseuchung des Bodens und des Trinkwassers durch Gülle, ineffizientes Wirtschaften (für ein Pfund Rindfleisch werden acht Pfund Futtermittel verbraucht) und anderes mehr. Liegt das Schnitzel erst einmal dampfend auf dem Teller, sind die meisten Bedenken vergessen. Dabei ist Fleisch als an sich hochwertiges Lebensmittel nicht immer ein Garant für Qualität, wenn man davon ausgeht, dass die meisten Schlachttiere Zeit ihres kurzen Lebens mit Hormonen und Medikamenten behandelt werden.

Gesundheitliche Gründe

Es sprechen aber auch eine ganze Reihe von gesundheitlichen Gründen für den Verzicht auf Fleisch.
Erwiesenermaßen leiden Vegetarier erheblich seltener unter Zivilisationskrankheiten wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Gicht und Übergewicht; ihr Cholesterinspiegel ist wie ihr Herzinfarktrisiko meist niedriger, sie leben insgesamt länger und häufig auch gesünder, statistisch bewegen sie sich mehr, rauchen dafür weniger und trinken weniger Alkohol.

Einer Typ-2-Diabetes-Erkrankung liegt oft eine metabolische Störung zugrunde. Die Bezeichnung "metabolisches Syndrom" umfasst verschiedene Symptome, zum Beispiel eine Störung des Kohlehydratstoffwechsels, mit dem häufig eine Insulinresistenz einhergeht und damit erhöhter Blutzucker, Übergewicht, Bluthochdruck und abnorme Blutfettwerte. Der vermehrte Verzehr von Rinder-, Schweine- und Lamm-Fleisch steht übrigens auch im Verdacht, das Risiko für Krebskrankheiten erheblich zu erhöhen. Durch die erhöhte Eiweißaufnahme werden zusätzlich die Nieren belastet.
Durch den Verzicht auf Fleisch oder zumindest gemäßigten Fleischgenuss lassen sich viele dieser Faktoren entschärfen. Gerade in Wurst sind sehr viele Fette versteckt - vor allem in Streichwurst wie Mettwurst, Leberwurst oder Teewurst. Auch Salami, Bratwurst & Co haben einen sehr hohen Fettanteil. Es zahlt sich aus, den Fleischkonsum auf etwa zweimal pro Woche zu reduzieren.

Keine Angst, fleischlos essen heißt noch lange nicht, auf Schlemmen und Genuss zu verzichten! Längst gibt es unzählige vegetarische Kochbücher und Rezepte - auch im Internet - und das ganze Jahr hindurch ist das Angebot an Obst und Gemüse (am besten die einheimischen, saisonalen Sorten kaufen) so groß, dass man sehr abwechselungsreich und vielseitig kochen kann. Vegetarier sollten allerdings darauf achten, sich vollwertig zu ernähren, um eventuellen Eisen- und Nährstoffmangel vorzubeugen. Gerade Diabetiker haben einen erhöhten Bedarf an Vitaminen. Eine Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, ist grundsätzlich jedem zu empfehlen, fünf Portionen Gemüse und Obst pro Tag sollten es schon sein, wobei Rohkost günstiger ist als gekochtes Gemüse oder gar Obst aus Konserven. Schlechte Nachricht für diejenigen, die sich damit weniger anfreunden können: Vitamintabletten und Nahrungsergänzungen können frisches Obst und Gemüse leider nicht ersetzen.

Also - legen Sie doch auch mal der Gesundheit zuliebe einen (oder mehrere) fleischlose(n) Tag(e) ein! Leckere vegetarische Rezepte finden Sie hier:

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