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Bitterstoffe

Bitterstoffe sind natürliche Fit- und Schlankmacher

Bitterstoff-Lieferant Artischocke "Was bitter im Mund, ist dem Magen gesund." So sagt es der Volksmund. Trotz steigendem Gesundheitsbewusstsein finden bittere Speisen nur selten den Weg auf den Teller. Erzeugen süße Speisen ein Lächeln auf unseren Lippen, zieht sich bei bitteren Gerichten alles in uns zusammen. Dies ist ein angeborener Reflex, denn Bitterstoffe signalisieren Vorsicht! Dabei verfügen Bitterstoffe über ein großes Wirkungsspektrum, welches einen positiven Einfluss auf eine diabetesgerechte Ernährung hat.

Altbekannte Heilpflanzen

Bitterstoffe sind in zahlreichen Gemüsesorten, Salaten und Gewürzen enthalten. Zu den typischen Vertretern zählen Chicoreé, Endivien, Artischocke, Ingwer, Hopfen, Beifuss oder Wermut. Die Inhaltsstoffe sind optimale Verdauungshelfer. Ihre wohltuende Wirkung ist seit Jahrhunderten bekannt. Sie finden bis heute als Heilpflanzen bei Problemen mit Magen, Darm, Leber oder Galle Verwendung. Der nach einem deftigen Mahl beliebte "Verdauungsschnaps" besteht größtenteils aus Kräutern mit einem hohen Anteil an Bitterstoffen. Da der Trend am Esstisch eher in Richtung mild schmeckende Speisen geht, enthalten die Lebensmittel nur noch einen geringen Anteil der natürlichen Bitterstoffe. Um so wichtiger also, bewusst mehr bitter statt süß, sauer oder scharf zu essen.

Veilseitige Wirkung

Mit der Aufnahme in den Mund werden die Sinnesorgane aktiviert, die Schleimhäute ziehen sich zusammen und dehnen sich wieder aus. Dieser Prozess trägt zum Ausscheiden und Abtransport von Giften, Bakterien und Viren im Mund- und Rachenraum bei. Das Abwehrsystem des Körpers wird gestärkt. Der bittere Geschmack regt darüber hinaus die Produktion des Magensaftes an. Das Ergebnis ist eine schnellere und bessere Verdauung. Mit einsetzender Verdauung nimmt das Hungergefühl ab. Der schwer zu überwindende Heißhunger auf Süßes wird gebremst. Die Arbeit der Bauchspeicheldrüse und damit die vermehrte Produktion von Insulin wird ebenfalls auf Trab gebracht.
Die basische Wirkung von Bitterstoffen bringt den häufig übersäuerten Körper wieder ins Gleichgewicht. Volkskrankheiten wie Verdauungsstörungen, Blähungen, Verstopfungen, Sodbrennen wird auf natürliche Weise entgegengewirkt.

Bitterer Tee

Wem das Kauen auf bitteren Salatblättern oder Gemüsewürfeln auf Dauer zu einseitig wird, kann auch auf Tee umsteigen. Die in Südostasien heimische Ampalaya, besser bekannt als Bittermelone (Momordia Charantia), trägt zur Blutzucker- und Blutdruckregulierung bei. Grund sind die in der bitteren Frucht enthaltenen insulinähnlichen Peptide. Als Tee getrunken soll diese die Blutzuckerkonzentration im Blut senken.

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