Erstellt am: 12.12.2006
Letzte Änderung am: 12.12.2006
Weihnachten ist die Zeit der süßen Naschereien. Jegliche Form von Plätzchen erfreuen sich zu dieser Zeit besonderer Beliebtheit. Ob Zimtsterne, Vanillekipferl oder Linzer Taler, jeder hat bei den Weihnachtsplätzchen seine Favoriten. Auch Diabetikern wird es da nicht anders gehen, doch sie hält meist nicht nur die Furcht vor unnötigen Fettpölsterchen von den Leckereien ab.Viele Diabetiker glauben sie müssten aufgrund ihrer Erkrankung die Finger von Weihnachtsplätzchen lassen um den eigenen Blutzuckerspiegel nicht zu belasten und sich gegebenenfalls eine Hyperglykämie auszusetzen. Dabei kommt es auch bei den weihnachtlichen Naschereien eher auf ein gesundes Maß, die Auswahl der richtigen Zutaten an und die richtige Backart an.
Selbst ist der Diabetiker
Diabetiker sollten sich ihre Plätzchen dabei möglichst selbst zubereiten, so wissen sie was drin ist und wie sie angefertigt werden. Generell können Diabetiker normale Backrezepte für sich umarbeiten. Möglich ist hierbei, dass der Zucker vollständig durch Süßstoffe oder Fruchtzucker ersetzt wird. Ein Teelöffel flüssiger Süßstoff ersetzt 50 g Zucker. Empfehlenswert ist jedoch eher das Verwenden von Fruchtzucker, da beim Ersatz durch Süßstoff auch die Konsistenz des Teigs verändert wird. In diesem Fall müssen die Mischverhältnisse der anderen Zutaten angepasst werden, was für weniger erfahrene Zuckerbäcker meist eine Herausforderung darstellt. Beim Einsatz von Fruchtzucker sollten eine niedrigere Temperatur und eine längere Backzeit eingeplant werden, da die Plätzchen sonst schnell dunkel werden.
Auf bestimmte Zutaten verzichten
Bestimmte Backzutaten enthalten Zucker der sehr schnell abgebaut wird. Diabetiker sollten auf beispielsweise auf Honig, Sirup, Marzipan, Sultaninen, Zitronat, Orangeat, Datteln und Feigen verzichten, da ein unnötiger Blutzuckeranstieg vorprogrammiert ist , auf welche sie nur sehr schwer mit einer Insulinzugabe reagieren können. Nüsse, Mandeln und Kokosflocken sollten Diabetiker aufgrund des besonders hohen Fettanteils nur in Maßen verwenden.
Das richtige Mehl
Beim Backen kommt natürlich meist eine große Menge Mehl zum Einsatz. Um starke Kohlenhydratschübe zu vermeiden empfiehlt sich für Zuckerkranke Vollkornmehl. Dies wird vom Körper wesentlich langsamer resorbiert und belastet den Blutzuckerspiegel weniger. Beim Backen selbst sollt darauf geachtet werden, das schon zum Teigausrollen nicht unnötig viel Mehl verwendet wird, um zusätzliche Kohlenhydrate zu vermeiden, welche zudem zu berechnen sind.. Wer den Teig zwischen Alufolie ausrollt, verhindert ebenfalls ein Festkleben des Teigs. Das gleiche gilt für das Einfetten des Backbleches, eine Alternative bietet einfaches Backpapier.
Plätzchen für Jedermann
Durch die Einhaltung weniger, einfacher Regeln müssen Diabetiker also keineswegs auf den Genuss von Plätzchen und den Spaß beim Backen verzichten. Die Rezepte dürften dabei nicht nur bei Diabetikern beliebt sein, sondern auch bei denjenigen die es nicht ganz so süß mögen.
Autor: Carolin Bunge
Quelle:
www.sweetnews.de
www.br-online.de