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Diätetische Weihnachtsplätzchen im Test

Diätetische Weihnachtsplätzchen im Test

Diätetische Weihnachtsplätzchen im Test Plätzchenbacken gehört für die meisten in die Weihnachtszeit wie der Adventskranz, Geschenke und der Weihnachtsbaum. Wer nicht auf Mutters Empfehlungen zurückgreifen möchte, muss aber nicht leer ausgehen. In nahezu jeder Zeitschrift werden im Advent "Großmutters Backrezepte" oder "moderne Plätzchen" empfohlen.

Immer häufiger finden sich dabei auch so genannte Diabetiker-Rezepte. Dabei handelt es sich in der Regel um diätetische Varianten bekannter Plätzchen. Besonders Diabetiker, deren Therapie auf Diät und/oder Tabletten basiert, versuchen damit gerne die Blutzuckerkurve auszutricksen und hoffen, ohne großen Einfluss auf die Werte auch einmal schlemmen zu können. Doch Diabetiker-Gebäck hat leider keinen guten Ruf. Auch wenn einige Hersteller das Gegenteil propagieren, soll es angeblich geschmacklich nicht mit herkömmlichen Plätzchen mithalten können.

SelbstversuchDiätetische Weihnachtsplätzchen im Test

Dieser Frage ist die DIABETESGATE-Redaktion in einem Selbstversuch nachgegangen. Die Lieblingsrezepte waren schnell gefunden: Es sollten Nussecken, Husarenkrapferl, Spitzbuben, Vanillekipferl und Kokosmakronen werden. Nun ging es darum, nicht nur Mutters Rezepte mal wieder zu backen, sondern jeweils auch ein diätetisches Gegenstück zu finden.
Also wurde ein Redaktionsmitglied beauftragt, möglichst ansprechend klingende Rezepte, die für Diabetiker ausgewiesen sind, zu finden. Es dauerte auch gar nicht lange, bis neben dem Rezeptbuch ein paar zusätzliche Ausdrucke lagen.

Ran ans Werk

Vor dem Backen stand das Einkaufen der Zutaten. Bei den normalen Plätzchen war das kein Problem, da alles in einfachen Supermärkten oder Discountern erhältlich war. Schwieriger gestaltete es sich dann bei den speziellen Lebensmitteln für die diätetischen Plätzchen. Besonders bei den Zuckerersatzstoffen stellten sich die Beschaffung als nicht gerade einfach. Um die Suche abzukürzen, entschied sich die Redaktion für Fruchtzucker als Ersatzstoff. Dieser ist wenigstens in einem gut sortierten Lebensmittelhandel erhältlich - wenn auch nicht gerade billig.
Anschließend hieß es, die Ärmel hochzukrempeln und loszulegen. Während die einen schon weiße Mehlnasen vom Kneten des Teiges hatten, stach ein weiteres Redaktionsmitglied schon die ersten Formen aus. Wieder andere durften die Marmelade, die beim Füllen des Gebäcks nicht nur an den Fingern kleben blieb, naschen.

Der große Test

Diätetische Weihnachtsplätzchen im TestNach ein paar Stunden war es dann soweit: Das letzte Blech hatte den Ofen verlassen und glücklich darüber, es geschafft zu haben, aber auch, dass es kaum Pannen und nur wenige dunkle Plätzchen gab, setzte sich die Redaktion zusammen, um ihre Ergebnisse zu testen.
Schnell kamen alle zu einer Meinung: So gut man auch versucht, Diabetiker-Plätzchen mit geschmacklichen Highlights (zum Beispiel echte Vanille, statt synthetischer Aromen), ein Unterschied zu "normalem" Gebäck bleibt. Dabei ging es weniger darum, dass die Süße nicht stimmen würde, denn die kann man ja mit der richtigen Menge an Fruchtzucker auch optimieren. Sondern vielmehr stellten sich die Diabetiker-Plätzchen als wesentlich trockener und krümeliger heraus. Das rührte nicht nur vom Austausch des Kristallzuckers her, sondern von der gesamten Zusammensetzung der Plätzchenteige. Oftmals wurde zum Beispiel die Menge der Eier oder des Eigelbs reduziert, vermutlich um auch hier Kohlenhydrate einzusparen. Ein Mitglied der Redaktion beurteilte das eine oder andere diätetische Backwerk treffend als "Saharasand".

Nachteile der diätetischen Plätzchen

Geschmack und Konsistenz waren jedoch nicht die einzigen Punkte, die bei der Bewertung abgezogen werden mussten. Schon die Kosten der Zutaten sind ein weiterer Aspekt. In diesem Test wurde Fruchtzucker verwendet, doch zum Teil wurden auch andere Zuckerersatzstoffe empfohlen, die noch kostspieliger sind.Diätetische Weihnachtsplätzchen im Test
Außerdem sollten die Plätzchen genauer im Auge behalten werden, sobald sie im Ofen sind. Denn um zu vermeiden, dass sie braun werden - was bei Fruchtzucker schnell der Fall ist - muss die Backtemperatur herunter und die Backdauer hoch gesetzt werden.

Fazit

Da auch in diätetischem Gebäck Kohlenhydrate sind, steigt auch beim Verzehr der Blutzucker an. Sie daher in Massen zu essen und dabei bei der Berechnung der BE zu ignorieren, ist daher nicht möglich.
Das Ergebnis, zu dem die DIABETESGATE-Redaktion einstimmig kommt, ist daher folgendes: Diätetische Plätzchen müssen nicht gebacken werden. Selbst Diabetiker, die kein Insulin spritzen, können sich die eine oder andere Kokosmakrone, Nussecke sowie einen Spitzbuben gönnen. Lieber davon weniger essen, diese aber dann so richtig genießen.

In diesem Sinne wünscht DIABETESGATE eine frohe, besinnliche und genussreiche Advents- und Weihnachtszeit!

Die Plätzchen-Tipps der Redaktion als PDF zum Download:



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Autor: Ramona Völkl

Quelle: Selbstversuch in der Redaktion

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