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Vegetarier

Vegetarische Weihnachten

Weihnachten ohne Hirschragout, Schweinebraten, Leberpastete oder Gans? Aber sicher! Das perfekte Festessen darf auch fleischlos, lecker und gesund sein. Ein Rezept mit Tipps und Tricks für das vegetarische Festtagsmenü verraten wir hier.

Sind Vegetarier nicht diese Leute, die nur von Beilagen leben? Nicht ganz: Denn wer Gemüse zur Hauptspeise macht, wird sich schon einiges einfallen lassen, damit es nicht langweilig schmeckt. Darüber hinaus lebt es sich fleischlos auch gesund: Der Durchschnittsdeutsche nimmt zur Zeit deutlich mehr Eiweiß durch Fleisch auf, als von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen wird, während viele Vegetarier die Empfehlung einhalten. Eine stark eiweißhaltige Ernährung steigert nicht nur die Potenz sondern auch den Bauchumfang. Darüber hinaus enthält Fleisch aus Massentierhaltung Antibiotika, Wachstumshormone und andere Medikamente, die ein möglichst rasches Wachstum der Tiere gewährleisten sollen. Diese Zusätze sind jedoch weder für Mensch noch Tier gesund.

Vegetarisches Essen - Schmeckt das überhaupt?

Gesundheit hin oder her, wenn man „vegetarisch“ liest, denkt man automatisch an Tofu, Grünkern und Rucola. Mal abgesehen vom Braten: Was gibt es denn sonst so zu Weihnachten? Plätzchen, Glühwein und Schokolade sind nicht nur lecker sondern auch vegetarisch. Damit auch das gesamte Weihnachtsessen ohne Fleisch und Zeitdruck bestritten werden kann, haben wir ein leckeres Menü zusammengestellt, das garantiert ohne Tofu und
Co auskommt!

Die Vorspeise: Kartoffelsuppe mit Zucchini-Gremolata

Für diese deftige Suppe mit mediterranem Flair (4 - 6 Personen braucht man 30 Minuten Geduld und 600g mehlige Kartoffeln, 1 Stück Lauch, 1 Möhre, 1 Zwiebel, 2 EL Butter, 1 1/4 Liter Gemüsebrühe, 1 Zucchini, 1 Bund Petersilie, 1 unbehandelte Zitrone, 4 Knoblauchzehen, ½ getrocknete Chilischote, 1 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer aus der Mühle.
Nachdem die Butter im Topf zerlaufen ist, gibt man Lauch, Möhre, Zwiebel und Kartoffeln(klein geschnitten) hinzu und lässt alles unter ständigem Rühren ein bis zwei Minuten dünsten. Dann wird die Brühe hinzu geschüttet und alles aufgekocht. Bei geringer Hitze und mit Deckel lässt man die Suppe etwa 15 Minuten garen.
Die Gremolata ist im Wesentlichen eine italienische Gewürzmischung aus fein gehacktem Knoblauch, glattblättriger Petersilie und geriebener Zitronenschale. Hinzu kommen noch die
Zucchini und das Chili – jeweils fein gehackt – sowie Olivenöl, Salz und Pfeffer. Nach Ablauf der 15minütigen Garzeit verfeinert man die Suppe mit einem Pürierstab bis sie schön sämig ist. Die Suppe kommt in eine Schüssel, die Gremolata in ein Töpfchen daneben,
sodass jeder seinen Teller selbst garnieren kann. Dazu schmeckt Baguette.

Die Hauptspeise: Pilzlasagne

Mit diesem Hauch von Italien lassen sich 4 bis 6 Personen bei einem Zeitaufwand von einer Stunde und 15 Minuten sowie 45 Minuten Backzeit begeistern. Zutaten: 600g Pilze (Champignons oder Engerlinge), 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, Olivenöl, 500g Tomaten, 250g Lasagne-Nudelplatten, 250g Mozzarella, 100g geriebenen Parmesan, 4 EL Butter, 4 EL Mehl, ¾ l Milch, Salz, Pfeffer, Muskatnuss. Die Pilze werden in Scheiben geschnitten und mit fein gehacktem Knoblauch und Zwiebeln sowie 4 El Olivenöl angebraten. Die Tomaten werden in kleine Würfel geschnitten und schmurgeln bei mittlerer Hitze 10 Minuten mit den Pilzen. Für die Béchamelsauce lässt man Butter in einem Topf zerlaufen und streut Mehl hinzu. Das ganze wird unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze goldgelb gebräunt. Langsam und unter
kräftigem Rühren mit dem Schneebesen wird die Milch hinzugeschüttet. Die Sauce sollte bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten sämig kochen, dann wird sie mit Muskat, Pfeffer und Salz
abgeschmeckt. Wenn die Nudelplatten vor dem Einschichten gekocht werden müssen (siehe Hinweis auf der Packung), sollten das jetzt geschehen. Währenddessen kann man den Mozzarella in Scheiben schneiden. Der Backofen wird auf 180°C vor und die Zutaten werden in dieser Reihenfolge geschichtet: Béchamelsauce, Nudelplatte, Gemüse, Mozzarella, Parmesan, Béchamelsauce usw. Der restlichen Parmesan, etwas Sauce träufeln und Olivenöl werden über den Auflauf geträufelt.
Anschließend läst man das Ganze im Ofen mit Umluft bei 160°C etwa 45 Minuten backen. Diese Zeit lässt sich am besten für die Vorspeise nutzen. Dazu reicht man Brot, Salat und
Rotwein.

Die Nachspeise: Quarkauflauf mit Bananen

Dieses Rezept für 4 bis 6 Personen bringt in 25 Minuten (plus 45 Backzeit) den Dschungel auf den Tisch! Zutaten: 1 Stange Zitronengras, 1 unbehandelte Zitrone oder Limette, 1 Stück frischen Ingwer (ca. 2cm), 4 Bananen, 4 Eier mittlerer Größe, 50g Butter, 3 El Honig, 500g Quark, 50g Hartweizengrieß
Zitronengras und Ingwer werden sehr fein gehackt. Von der Zitrone wird nur die fein geriebene Schale und der Saft einer ausgepressten Hälfte verwendet. Jetzt kann man den Ofen auf 180°C vorheizen und eine flache Form mit Butter ausstreichen.
Die geschälten Bananen werden längs halbiert und dicht nebeneinander in die Form gelegt. Anschließend löffelt man den Zitronensaft darüber. Nun werden die Eigelbe, Butter und Honig mit einem Handrührer in einer Schüssel cremig aufgeschlagen. Dann rührt man steif geschlagenes Einweiß, Zitronengras, die zerriebene Zitronenschale, Quark, Ingwer, und Grieß darunter. Die Quarkmasse wird dann auf den Bananen verteilt und bei 160°C etwa 40 Minuten goldbraun gebacken.

Autor: Meike Dackweiler

Quelle: Cornelia Schinharl und Sebastian Dickhaut: Vegetarian Basics, GU
www.diabetes.uni-duesseldorf.de
www.vegetarismus.ch

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