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Mittelmeerkost

Mit der Mittelmeerkost gegen Diabetes

©Katharina Wieland Müller/Pixelio Wer Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Olivenöl und Fisch auf seinem täglichen Speiseplan stehen hat, beugt langfristig Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen vor. Neue Studien konnten abermals den positiven Effekt der Mittelmeerkost belegen und haben festgestellt, dass bei einer mediterranen Ernährung das Diabetesrisiko sogar noch stärker reduziert wird als bisher angenommen.

Merkmale der sogenannten Mittelmeerkost sind der überwiegende Anteil an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Salat so wie ein generell hoher Anteil an pflanzlicher Nahrung. Dabei werden vermehrt die klassischen mediterranen Gemüsearten wie Zucchini, Aubergine, Tomate und Paprika verzehrt. Zudem wird traditionell Olivenöl statt Butter, Sahne oder anderen tierischen Fetten verwendet, mehr Fisch und Meerestiere als Fleisch und Wurst verzehrt. Für den würzigen Geschmack werden die typischen Kräuter und Gewürze wie Thymian, Rosmarin, Basilikum und Knoblauch eingesetzt. Alkoholische Getränke stehen bei der mediterranen Kost nur in kleinen Mengen auf dem Speiseplan. Größtenteils wird der Alkohol in Form von Rotwein, begleitend zur Mahlzeit genossen.
Diese ausgewogene Ernährung ist laut Untersuchungen besser als fettarme Diäten und gut für Herz und Gehirn.

Gut für Diabetiker

Mittelmeerkost als gesunde Ernährungsempfehlung hat mit einer neuen Studie aus Spanien wieder aktuelle Bedeutung bekommen. Die Fachzeitschrift Diabetes Care hat darüber berichtet. Im Rahmen der Studie haben spanische Forscher 418 Nicht-Diabetiker in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe hatte die Auflage, sich über Jahre fettarm zu ernähren, während die anderen beiden die Empfehlungen, die für die Mittelmeerkost gelten, befolgen sollten. Unterschieden wurde hierbei zusätzlich, dass eine der beiden Mittelmeerkost-Gruppen zum großzügigen Gebrauch von Olivenöl angewiesen wurde und die andere zum reichlichen Verzehr von Nüssen. Keine Gruppe bekam besondere Empfehlungen Kalorien einzusparen oder körperlich aktiver zu werden. Das Ergebnis: nach vier Jahren zeigte sich, dass von den Teilnehmern, die zur ersten Gruppe gehörte bzw. die sich fettarm ernährt hatten, 18 Prozent an einem Typ-2-Diabetes erkrankt waren. In den beiden Mittelmeerkostgruppen sah es deutlich besser aus: In der Gruppe, dich sich mit reichlich Olivenöl ernährt hatte, erkrankten nur 10 Prozent und in der, die viele Nüsse verzehrt hatte lediglich 11 Prozent. Dieses Ergebnis entspricht im Vergleich zu der Gruppe mit der fettarmen Ernährung einer Senkung des Diabetesrisikos um rund 52 Prozent.

Mediterrane Kost ist laut einer US-Studie vom Columbia University Medical Center auch gut für unser Gehirn. Beobachtungen zeigten, dass durch den Verzehr der gesunden Lebensmittel das Risiko für das Absterben kleiner Hirnareale reduziert wird. Dadurch wird die Gefahr, unter einem schlechten Erinnerungsvermögen oder Problemen beim Denken zu leiden, reduziert. Zudem zeigte sich, laut Mitarbeiter Nikolaos Scarmeas, dass mit der Mittelmeerkost das Riskiko eines Hirninfarktes deutlich reduziert wird. Die Teilnehmergruppe, die sich nicht mediterran ernährt hatte, zeigte dagegen deutlich mehr negative Auswirkungen auf das Gehirn, ähnlich den Symptomen, die Patienten mit zu hohem Blutdruck aufweisen.

Weniger Herzinfarkte

Auf den Nutzen der Mittelmeerkost hat auch die Deutsche Herzstiftung hingewiesen, denn Erfahrungen zeigten: Wer diese Ernährung wählt, halbiert das Risiko - nicht nur für Diabetes, sondern auch einen Herzinfarkt zu erleiden oder an Krebs zu erkranken. Die Herzstiftung gründet ihre Ansicht auf den Herzspezialisten und Ernährungsexperten Professor Dr. Helmut Kokle, Chefarzt an Herz-Zentrum Bad Korzingen. Dieser bezieht seine Erfahrungen unter anderem aus der US Health Professionsals Follow-up Studie. Im Rahmen dieser Studie waren 40.000 Männer (ohne bisherige koronare Herzerkrankung oder Karzinom) zwischen 40 und 75 Jahren über acht Jahre lang beobachtet worden. Das Ergebnis dieser Beobachtungen war, dass die Teilnehmer, die vermehrt die Mittelmeer typische Kost aus Gemüse, Fisch und Geflügel gegessen hatten, ein 50 Prozent geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufwiesen, als die anderen Teilnehmer, welche viel rotes, verarbeitetes Fleisch, vermehrt Süßigkeiten, Nachtische oder fetthaltige Milchprodukte verzehrt hatten.

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