Erstellt am: 07.03.2011
Letzte Änderung am: 07.03.2011
Milch und Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Quark sind für den Menschen ein wichtiger Energielieferant und enthalten zudem bedeutende Nährstoffe so wie Vitamine und Mineralstoffe. Nach neusten Forschungsergebnissen kann der Milch noch ein weiterer positiver Effekt zugeschrieben werden: Ergebnisse aus USA-Analysen lassen darauf schließen, dass ein in Milchprodukten natürlich vorkommender Bestandteil das Risiko an einem Diabetes zu erkranken senken kann.
Rund um die Milch kreisen viele Gerüchte: Mal heißt es sie sei gesund, dann wieder sie sei ungesund und mache krank. Fakt ist, das sie eine hervorragende Kalziumquelle ist, da bereits ein halber Liter die Hälfte dessen liefert, was Erwachsene täglich aufnehmen sollten. Frisch von der Kuh enthält die Milch ebenfalls viele Spurenelemente, essentielle Aminosäuren, Fette und Vitamine. Das Problem liegt vielmehr darin, dass Milch ist nicht gleich Milch ist, denn je nach Kraftfutter des Tieres und der nachfolgenden Verarbeitungskette variieren Nährstoffgehalt und Qualität. Als Faustformel lässt sich sagen: Je haltbarer die Milch ist, desto weniger Vitamine enthält sie. Denn wird die H-Milch bis zu 150 Grad ultrahocherhitzt überstehen etwa 20 Prozent der Vitamine B12 und C sowie etwa fünf Prozent der Vitamine B1, B2 und B6 die Hitze nicht.
Viele Studien, widersprüchliche Ergebnisse
Auch im Bezug auf die Erkrankung Diabetes scheiden sich die Geister. Bei einer Studie an der auch die Harvard-Universität beteiligt war, heißt es beispielsweise, dass der Konsum von Magermilchprodukten zu einer signifikanten Reduktion des Risikos eines Typ-2- Diabetes führen würde. Das wiederum steht im drastischen Widerspruch zu umfassenden Studien aus Skandinavien, die im selben Jahr aufzeigten in welcher Form Milch bei der Entstehung von einem Typ-2-Diabetes beteiligt sein könnte. Dass weder das eine noch das anderer Ergebnis der Weisheit letzter Schluss ist, zeigen die aktuellen Ergebnisse der Studie der Universität Boston: Die Forscher sind derzeit einem Zusammenhang zwischen einem bestimmten Milchfettbestandteil und dem Diabetesrisiko auf der Spur.
Senkt Milchtrinken das Risiko für Typ-2-Diabetes?
US-Forscher aus Bosten haben in ihrer aktuellen Studie einen natürlichen Bestandteil von Milchprodukten identifiziert, der das Diabetesrisiko senken soll. Das Team um Dariush Mozaffarian von der Harvard School of Public Health in Boston berichtet über die Ergebnisse im Fachmagazin „Annals of Internal Medicine“.
Dariush Mozaffarian und sein Team gehen derzeit davon aus, dass das Risiko, an einen Typ-2-Diabetes zu erkranken mittels der in Milch enthaltenden trans-palmitoleischer Säure reduziert werden könnte. Die Ergebnisse geben Grund zur Annahme, dass Menschen mit hohen Werten der Fettsäure in ihrem Blut, ein um bis zu 60 Prozent geringeres Risiko hätten, an Diabetes mellitus zu erkranken. Da die Fettsäure nicht vom Körper selbst gebildet wird und nur in Milch und deren Produkten vorkommt, können die hohen Blutfettsäurewerte nur aus entsprechenden Nahrungsmitteln stammen, so die Forscher.