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Insulinresistenz

Neue Erkenntnisse zur Entstehung von Insulinresistenz

Laut einer Studie der Yale-University haben dort Forscher eine weitere mögliche Ursache entdeckt, die zur Erkrankung an Insulinresistenz und dem daraus häufig resultierenden Typ-2-Diabetes beiträgt.


Kern der Studie war die Beschäftigung mit dem Zusammenhang zwischen einer Erkrankung und der Leistungsfähigkeit der Mitochondrien, den sogenannten Kraftwerken unserer Zellen.

Insulinresistenz als Vorläufer des Typ-2-Diabetes

Die Insulinresistenz geht meist einer Typ-2-Diabetes-Erkrankung voraus. Bei einer Insulinresistenz können die Zellen den Blutzucker nur noch unzureichend aufnehmen. Die Folge sind immer weiter ansteigende Blutzuckerwerte, die wiederum dazu führen, dass immer mehr Insulin von der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Auf lange Sicht werden die Zellen überlastet bis sie letztlich kollabieren, der Diabetes Mellitus entsteht.

Rolle der Mitochondrien

Von einer Insulinresistenz oder einem Typ-2-Diabetes sind meist ältere Menschen betroffen. "Etwa einer von vier Senioren über 60 hat Typ-2-Diabetes - ein bemerkenswert hoher Wert", stellt Gerald Shulman, Senior-Author der Studie fest. "Wenn sie eine gestörte Glukosetoleranz hinzurechnen, dann reden wir über etwa 40 Prozent der Bevölkerung"
Den Grund dafür sehen die Forscher der Yale-University in der Leistungs-fähigkeit der Mitochondrien. Diese nimmt laut Shulman mit zunehmendem Alter ab bzw. ist nicht gar nicht mehr vorhanden.
Die Mitochondrien wandeln den Blutzucker und Fettsäuren im Körper in Energie um. Arbeiten die Mitochondrien nur noch unzureichend oder gar nicht, kommt es zu einer Ansammlung von Glukose im Blut und Fetten im Muskel- und Fettgewebe.
Tritt dieser Mitochondrien-Defekt auch bei den Bauchspeicheldrüsen auf, so ist ein Diabetes nicht mehr zu verhindern.
In der Studie wurde bei den älteren Teilnehmern eine viel höhere Ansammlung an Fett in den Muskelzellen festgestellt. Ebenso wurde eine um 40 Prozent verminderte Aktivität der Mitochondrien festgestellt.

Der Insulinresistenz entgegenwirken

Einher mit den neuen Erkenntnissen über die Ursache gehen dadurch aber auch Spekulationen über eine Behandlung der Insulinresistenz als Vorstufe des Diabetes mellitus. Neben der Behandlung durch Insulinsensitizer, eine neue Gruppe von Antidiabetika, die den Abbau von Blutzucker vorantreiben, spekuliert Shulman darüber, ob Sport einer Insulinresistenz entgegenwirken kann.
Denn Shulman vermutet, dass eine aktive Lebensweise die Arbeit der Mitochondrien länger aufrecht erhält und ihre Anzahl im Körper noch erhöhen kann. Träfe dies zu könnte so einer Insulinresistenz im Alter vorgebeugt werden.
Zu diesen Vermutungen planen die Yale-Forscher nun eine weitere Studie, in der die Mitochondrien-Aktivität körperlich aktiver und nicht-aktiver Senioren verglichen werden soll. Vielleicht weiß man dann schon mehr!

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