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Übergewicht vorbeugen

Muttermilch senkt das Risiko von Übergewicht

Stillende Mutter Nach der Geburt benötigt das Neugeborene vor allem Geborgenheit, Liebe und eine gute Ernährung, um einen optimalen Start ins Leben zu haben. Die ersten Wochen und Monate sind in vielerlei Hinsicht für das Baby entscheidend. Bereits die Wahl zwischen Mutter- oder Fläschchenmilch kann die spätere gesundheitliche Entwicklung des Kindes beeinflussen.Studien zufolge sinkt mit der Gabe von Muttermilch das Risiko, an Übergewicht zu leiden.

Die Zahl übergewichtiger Kinder stieg in den letzten Jahren erheblich an. Ein ungesundes Essverhalten und Bewegungsmangel sind wohl die  bekanntesten Ursachen für eine besorgniserregende ´dicke-Kinder-Generation´. Ist der Grundstein einmal in der Kindheit gelegt, setzt sich Übergewicht in den meisten Fällen bis ins Erwachsenenalter fort. Je länger diese Entwicklung andauert, desto schwieriger ist es, je ein normales Körpergewicht und eine gesunde Einstellung zum Essen zu bekommen. Kinder und Jugendliche sehen noch gelassen über die damit einhergehenden gesundheitlichen Probleme und körperlichen Einschränkungen hinweg. Der anfängliche 'Babyspeck' schlägt sich Jahre später schlimmstenfalls in Fettsucht nieder. Vorbeugung ist das effektivste und langanhaltendste Mittel um ´Herr über die Pfunde` zu werden oder sie gar nicht erst zuzulassen. Im präventiven Kampf gegen Adipositas ist Studien zufolge das Stillen von Neugeborenen ein wirksames Mittel.

Studienergebnisse

Weltweit wurden mehrere Langzeitstudien an Kindern durchgeführt. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stand die Frage, ob eine mögliche Korrelation zwischen der Gabe von Muttermilch und der Anfälligkeit für Übergewicht besteht. Eine in Deutschland durchgeführte Studie mit knapp 10.000 teilnehmenden Kindern im Alter zwischen fünf und sechs Jahren ergab, dass gestillte Kinder um 43 % geringer an Übergewicht leiden als ihre durch Flaschennahrung gefütterten Altersgenossen. Diese Entwicklung setzt sich auch in späteren Jahren fort. So ergab die Studie amerikanischer Forscher an 15.000 Kindern von 9-14 Jahren eine um 22 % geringere Wahrscheinlichkeit übergewichtig zu werden

Positive Wirkung von Muttermilch

Eine mögliche Erklärung ist das früh erlernte, selbständige Hunger-Sattgefühl. Während beim Stillen das Kind selbst entscheidet, wann genug ist, drängen Mütter ihre Kinder „ gut gemeint“, die Flasche auszutrinken. Dem Kind wird die Kontrolle über die Menge der Nahrungsaufnahme entzogen. Weiterhin wiesen die Forscher niedrigere Insulinwerte bei gestillten Kindern nach, was zu einer geringeren Speicherung von Fett in den Zellen führt. Muttermilch enthält Wachstumsfaktoren, das Sättigungsenzym Leptin und variiert auch geschmacklich zur mit Kuhmilch angereicherten Babynahrung.
Darüber hinaus konnte noch ein anderer Zusammenhang festgestellt werden.
Nicht nur die Art der Milch, sondern auch die Dauer der Stillzeit ist entscheidend. Erst eine  Stillzeit von mindestens drei bis vier Monaten führt zu einem positiven Effekt. Lag die Stilldauer unter zwei Monaten, waren 3,8 % der Kinder adipös, im Zeitraum von 3-5 Monaten sank der Wert auf 2,3 %, bei mehr als 12 Monaten Stillzeit sogar auf 0,8 %.

FAZIT:

Die Vorteile für Muttermilch liegen für alle stillfähigen Mütter auf der Hand. In ihr befinden sich alle wichtigen Nährstoffe wie Fette, Kohlenhydrate, Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe, vorausgesetzt die Mutter ernährt sich ausgewogen. Das Risiko an Übergewicht kann bereits im Kleinkindalter erheblich verringert und die optimale Entwicklung des Kindes gefördert werden. Darüber hinaus wird das Baby mit Immunglobulinen versorgt, welche das Immunsystem stärken.

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