Die deutsche Diabetes-Forschung wird offenbar zunehmend interessanter für die Mediziner der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Medienberichten zufolge zeigen arabische Diabetologen ein reges Interesse für die bei uns entwickelten Therapienformen – insbesondere solcher aus Mecklenburg-Vorpommern.
Immer neue Diäten versprechen eine schnelle und langfristige Gewichtsreduktion. Im Auftrag des österreichischen Verbraucherschutzmagazins „Konsument“ wurden Ende des Jahres 2010 gleich mehrere Abnehmprogramme einer wissenschaftlichen Prüfung unterzogen. Die in der Januar-Ausgabe des Blattes veröffentlichten Ergebnisse stuften vor allem das Konzept der neuen Gen-Diät als bedenklich ein.
Neue Studienergebnisse belegen erneut den Nutzen von einer kombinierten Bauchspeicheldrüsen-Nieren-Transplantation für Diabetespatienten. Der Eingriff senkt nicht nur das Auftreten von diabetischen Folgeerkrankungen, sondern auch die Sterblichkeitsrate der Betroffenen.
Interventionelle Radiologen (IR) sind in Europa, und v.a. Deutschland, dazu angetreten mit minimalinvasiven, bildgesteuerten Eingriffen die Folgeerscheinungen der Diabetes in den verschiedenen Stadien zu behandeln. Rechtzeitig eingesetzt, können Eingriffe, wie das Eröffnen von verschlossenen Gefäßen mittels bildgesteuerter Mikrokatheter (perkutane Rekanalisation), erheblichen Behinderungen vorbeugen, Lebensqualität steigern und so nachfolgende Behandlungskosten senken helfen.
Ein neues Ultralangzeit-Insulin befindet sich zurzeit in der Test-Phase für die Zulassung. Entwickelt wurde es von der dänischen Firma Novo Nordisk. Ob das Medikament bald auf den Markt kommt, hängt im Wesentlichen von den Ergebnissen der laufenden klinischen Studien ab.
Diabetesforschung ist eine sinnvolle Angelegenheit. Immerhin wird hier nach Wegen gesucht, die Zivilisationskrankheit im Zaum zu halten. Manche Wissenschaftler formulieren mitunter jedoch mehr gewagte als sinnvolle Theorien.
Angesichts der bedrohlich steigenden Rate von Patienten mit diabetischem Fußsyndrom haben sich Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung zum Ziel gesetzt, die Beschaffenheit der Bakterien zu untersuchen, welche das diabetische Gewebe infizieren. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das über drei Jahre laufende Projekt im Rahmen der Initiative "Medizinische Infektionsgenomik“ mit einer Million Euro. Die Ergebnisse könnten ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung künftiger Vorsorgemaßnahmen sowie der Behandlung von Wunden im diabetischen Gewebe sein.
Dem Diabetesmedikament Avandia® mit dem Wirkstoff Rosiglitazon droht aktuell das Ende in Europa. Diabetesgate.de hatte in den letzten Monaten über die Kontroversen der Vergangenheit des Diabetesmedi-kaments berichtet. Die letzte Analyse des US-Senats ergab, dass das Präparat mit über 300 Todesfället Avandia® mit dem Wirkstoff Rosiglitazon droht aktuell das Ende in Europa. Diabetesgate.de hatte in den letzten Monaten über die Kontroversen der Vergangenheit des Diabetesmedikaments berichtet. Die letzte Analyse des US-Senats ergab, dass das Präparat mit über 300 Todesfällenn in den USA (allein in einem Quartal) in Verbindung gebracht wurde. Aktuell fordert nun die britische Gesundheitsbehörde wegen Herzinfarktrisikos den Verkaufsstopp.
Diabetes ist weltweit auf dem Vormarsch. Die letzten Hochrechnungen des Diabetes-Atlas der IDF (International Diabetes Federation) ergaben, dass weltweit bereits 285 Millionen Menschen an Diabetes leiden. Durch die rasante Ausbreitung nimmt auch die Erforschung auf diesem Gebiet einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Aktuell steht die 46. Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Diabetologie (EASD - Annual Meeting of the European Association for the Study of Diabetes) vor der Tür. Sie findet dieses Jahr vom 20. bis zum 24. September in Stockholm statt.
Eine Kölner Firma hat jüngst die Zulassung erhalten, Diabetiker mittels Stammzelltherapie zu behandeln. Aktuell äußern Diabetes-Experten jedoch in einem offenen Brief an die Bezirksregierung Köln erhebliche Bedenken zu diesem Verfahren, da erstens die Wirksamkeit der Behandlung wissenschaftlich nicht belegt sei und zweitens die Patienten durch hohe Kosten belastet würden. Darüber hinaus sei eine Schädigung der Gesundheit durch Nebenwirkungen ebenfalls nicht auszuschließen. Was genau ist dran an diesen Vorwürfen und der Diskussion um die neue Therapiemethode?