Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zur Zweitnavigation springen Zur Suche springen zusätzliche Informationen
Zweitnavigation
zurück zur Rubrik
Freizeit »
Inhalt
Urlaub mit diabetischen Kindern

Urlaub mit diabetischen Kindern - worauf Eltern achten sollten

Familienurlaub kann für Eltern ab und an eine stressige Angelegenheit sein. Hat eines der Kinder nun auch noch Diabetes mellitus, fürchtet manches Elternteil die Reise in die Ferne. Die Krankheit des Nachwuchses darf jedoch auf keinen Fall ein Grund für Urlaub auf Balkonien sein.

Man sollte dem eigenen Kind nicht unvergessliche Urlaubsmomente aus Angst vor etwaigen Stoffwechselentgleisungen verwehren, sondern einfach sorgfältig planen und vorbereiten. Gut vorbereitet dürfte auch für jede "diabetische Familie"  Urlaubsspaß vorprogrammiert sein.

Gut eingestellte Kinder haben im Urlaub selten Probleme

Grundsätzlich gilt, dass gut eingestellte und geschulte Kinder sowie mit der Krankheit erfahrene Eltern kein Reiseziel zu scheuen brauchen. Schließlich stellt der Umgang mit Insulin in diesen Familien meist kein Problem mehr da. Eltern sollten sich im Vorfeld jedoch Gedanken darüber machen, dass der Energieverbrauch gerade in südlichen Ländern mit hohen Temperaturen größer ist und Kinder gerade im Urlaub körperlich aktiver sind. In diesem Sinne sollten durch die Eltern oder vom Kind selbst am Ferienort häufigere Blutzuckerkontrollen durchgeführt und die Dosis des Insulins entsprechend angepasst werden.
Auf spezielle Angebote für Diabetiker müssen sich die Familien keineswegs beschränken, denn kennt man sich aus, ist es möglich, die Mahlzeiten auch in normalen Hotels diabetesgerecht zusammenzustellen.

Für Vorräte sorgen

Um im Urlaub unnötigen Ärgernissen aus dem Weg zu gehen, sollten Eltern beim Insulinvorrat nicht zu sparsam planen. Es wird geraten, alle Diabetesutensilien in dreifacher Menge auf die Reise mitzunehmen um allen Eventualitäten vorzubeugen. Wird zum Beispiel eine Ampulle zu warm oder zu kalt haben sie genügend Ersatz dabei. Verteilen sie die Vorräte, wenn es möglich ist, auf unterschiedliche Gepäckstücke, so kann ihnen auch bei Gepäckverlust nichts passieren.

Sich auf das Urlaubsziel einstellen

Gerade bei Reisezielen im Ausland und in exotischen Gebieten ist es von großem Vorteil, wenn sich die Eltern im Sinne ihres Kindes auf das Urlaubsland einstellen. So sollte für den Notfall wichtiges Vokabular in der Landessprache oder zumindest auf Englisch sowohl ihnen als auch ihrem Kind bekannt sein. Gerade im Hinblick auf die Ernährung empfiehlt es sich ebenfalls, sich mit landesüblichen Gerichten und deren Zusammensetzung zu beschäftigen, damit ihr Kind nicht auf den Genuss regionaler Speisen verzichten muss. Bei Reisen in exotischere Gebiete sollten sich Eltern über mögliche Erkrankungen und gegebenenfalls notwendige Schutzimpfungen informieren, dies gilt ebenso für nicht-diabetische Kinder.

An- und Abreise entspannt angehen

Stress kann erheblichen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel der Kinder haben. Deswegen sollte vermieden werden, dass dieser schon bei der Anreise entsteht. Bei Anreise per PKW ist es empfehlenswert, viele Zwischenstopps und bei längerer Anreise auch eine Übernachtung einzuplanen. So bleibt immer genügend Zeit für Blutzuckerkontrollen und die Kinder haben die Möglichkeit durch Bewegung den Reisestress abzubauen. Bei Flugreisen in andere Zeitzonen muss bei der Insulinverabreichung unbedingt die Zeitverschiebung einberechnet werden.

Für Notfälle gerüstet

Ein Urlaub unterscheidet sich also für diabetische Kinder und deren Eltern fast nicht vom Alltag zu Hause, natürlich abgesehen von den schönen und aufregenden Urlaubserlebnissen. Dies gilt jedoch auch für den Notfall. Hypoglykämien machen auch im Urlaub keine Pause, deshalb sollten Eltern und Geschwister bei An- und Abreise sowie bei jeder Urlaubsaktivität Glukagon und Kohlenhydrate dabei haben.
Entsprechend vorbereitet steht dem Erlebnis Familienurlaub dann nichts mehr im Wege.


Zurück zur Special-Übersicht

Autor: Carolin Bunge

Quelle: Hürter, P./Lange, K.: Kinder und Jugendliche mit Diabetes. Medizinischer und psychologischer Ratgeber für Eltern, Berlin (2001)
Hecker, W. Dr. med./Bartus, B.: Diabetes bei Kindern. Der große Trias-Ratgeber, Stuttgart (2002)
www.gesundheitpro.de

English VersionEnglish Version
English Version
Zoom: 100% 150% 200%
invertieren: abc abc
Banner BK Plus



Zur Navigation springenZum Inhalt springenZur Zweitnavigation springenZur Suche springenzusätzliche Informationen