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Blutspende

Blutspende

Wird ein Diabetiker bei einer Blutspende abgewiesen, ist das keine Schikane, sondern soll den zuckerkranken Spender schützen. Einige Diabetiker dürfen dennoch Blut spenden.

Immer wieder hört und liest man, dass Blutkonserven fehlen und dass händeringend nach Blutspendern gesucht wird.
Manch einer fühlt sich dadurch angesprochen und will sein Blut zur Verfügung stellen. Leider machen besonders spendenwillige Diabetiker immer wieder negative Erfahrungen: Sie werden abgewiesen, zum Teil mit fadenscheinigen Begründungen.

Laut der Richtlinien der Bundesärztekammer muss jeder Erstspender eine ausführliche Voruntersuchung über sich ergehen lassen und zusätzlich, wie auch jeder weitere Blutspender, einen ausführlichen Fragebogen zu möglichen Erkrankungen und Lebensweise (wie häufig wechselnde Sexualpartner) beantworten. Damit sollen sowohl Spender, als auch Empfänger geschützt werden.
Dass man ein Gewicht von über 50 kg haben muss, keine Infektionskrankheit haben darf und nach Impfungen, Operationen und Reisen in Malaria-gefährdete Reisegebiete eine gewisse Zeit warten soll, hört sich sinnvoll an.
Aber warum werden immer wieder Diabetiker abgewiesen? Schließlich ist ihre Erkrankung nicht ansteckend...

Generell sind mit Insulin therapierte Zuckerkranke von einer Blutspende ausgeschlossen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Werte in Ordnung sind und Folgeschäden ausgeschlossen werden können. Der Ausschluss erfolgt unter anderem wegen einer nicht stabilen Stoffwechsellage und möglichen Folgeerkrankungen.
Laut DRK können Diabetiker, die mit Tabletten oder ausschließlich durch Ernährungsumstellung ihre Werte im Griff behalten, Blut spenden, solange sie unauffällig sind - d.h. sie dürfen keine offensichtlichen Folgeschäden haben.

Ein negativer Bescheid für eine Blutspende hat nichts damit zu tun, dass man dem späteren Empfänger der Konserve schaden würde. Vielmehr geht es um den Selbstschutz des Spenders. Sind bei einem Diabetiker bereits Folgeschäden aufgetreten und er würde zu einer Blutspende zugelassen, so könnte das vor allem dem Spender selbst schaden.
Oft sind als Folgen des Diabetes die Gefäße angegriffen. Würden diese trotz schlechten Zustands auch noch "angezapft", könnte das für das Herz-Kreislaufsystem schwerwiegende Auswirkungen haben. Diesem Risiko sollen Zuckerkranke nicht ausgesetzt werden.

Aussagen wie "oder möchten Sie Blut haben, das mit Insulin angereichert ist?" sind einfach nur falsch. Im Blut eines jeden Menschen ist Insulin. Lediglich bei Diabetikern ist es weniger oder eben von außen zugeführt. Und Letzteres würde niemandem schaden, wenn es als Konserve verabreicht würde.

Wird ein Diabetiker abgewiesen, hat dies nichts mit Schikane zu tun, sondern dient lediglich dem Schutz des Spenders.

Autor: Ramona Völkl

Quelle: www.koerle.net
www.blutspendezentrum-duisburg.de
www.blutspendedienst-west.de

Herr Stenzel, Ärztlicher Konsiliardienst im Blutspendedienst West, Breitscheid, DRK

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