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Schlaganfallrisiko

Erhöhtes Schlaganfall-Risiko bei Typ-2-Diabetes

©Joujou /Pixelio Diabetiker leiden häufig an einer rasch voranschreitenden Arteriosklerose. Diese führt dazu, dass ein erhöhtes Risiko für eine Herzgefäßerkrankung vorliegt. Neben dem Herzinfarkt ist auch der Schlaganfall eine bedrohliche und häufige Folge der frühzeitigen Gefäßschädigung. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass jüngere Patienten und Frauen mit Diabetes Typ-2 besonders gefährdet sind. Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und ein ungesunder Lebensstil vergrößern das Risiko weiter.

Zu dem für Typ-2-Diabetiker erhöhten Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten, den sogenannten makrovaskulären Komplikationen, kommen nach mehreren Jahren mit erhöhtem Blutzuckerspiegel weitere Schädigungen an Augen, Nerven und Nieren hinzu. Diese werden auch als mikrovaskuläre Komplikationen bezeichnet, was bedeutet, dass die kleinen Blutgefäße betroffen sind.

Risiko: Blutzuckerwerte

Prinzipiell kann ein Schlaganfall jeden treffen. Eine Reihe von Risikofaktoren kann jedoch das Auftreten eines Schlaganfalls begünstigen. So auch ein erhöhter Blutzuckerwert über eine lange Zeit. Wenn der Blutzucker zu hoch ansteigt, werden nämlich aus Zucker und Eiweißen schädliche Substanzen gebildet. Diese wiederum spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von diabetesbedingten Schäden an den großen und kleinen Blutgefäßen sowie an den Nerven. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass jüngere Patienten und Frauen mit Diabetes-Typ-2 besonders gefährdet sind. Besonders riskant gilt die Kombination von hohen Langzeit-Blutzuckerwerten (HbA1c-Wert über acht Prozent) und ein oberer Blutdruck-Wert von 150 mm /Hg oder mehr.

Lebensstils spielt eine entscheidende Rolle

Neben hohen Blutzuckerwerten vergrößern aber auch andere Gesundheitsprobleme wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht und ein ungesunder Lebensstil mit viel Alkohol, Rauchen oder zu wenig körperlicher Aktivität das Risiko, dass der Diabetes zu Folgeerkrankungen führt.
Eine Diabetes-Therapie, die nur den Blutzucker senkt, kann deshalb nicht die Folgekrankheiten an den Blutgefäßen verhindern. PD Dr. med. Rainer Lundershausen, Pressesprecher der Deutschen Diabetes Gesellschaft betonte: „Selbst ideale Werte senken das Schlaganfallrisiko nicht, wenn die begleitenden Risikofaktoren nicht behoben werden.“ Es müssen also zusätzliche Lebensstiländerungen erfolgen: viel Bewegung und eine bewusste Ernährung sind Vorraussetzung. Dazu müssen die Blutfettwerte wie auch der Bluthochdruck im Rahmen der Therapie normalisiert werden. Lundershausen resümiert: „Eine Diabetes-Therapie, die die vielfältigen Schlaganfall-Risiken mit berücksichtigt, ist eine Herausforderung für Ärzte und Patienten.“

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