Erstellt am: 13.04.2011
Letzte Änderung am: 13.04.2011
Studien haben gezeigt, dass nicht nur herkömmliche Medikamente, sondern auch Nahrungsmittel wie Schokolade oder Wassermelone blutdrucksenkende Eigenschaften haben können. Da bis zu 80 Prozent der Menschen, die an einem Diabetes leiden ebenfalls einen erhöhten Blutdruck haben, gilt es in der Forschung, stets neue Mittel und Wege zu finden, die beiden Krankheiten abzuschwächen oder ihnen entgegenzuwirken, seien sie auch noch so skurril.
Die Erkrankung Diabetes geht oftmals mit Bluthochdruck einher. Treten beide Krankheitsbilder beim Betroffenen zusammen auf, ist das Risiko sehr hoch, wenn der Bluthochdruck unbemerkt bleibt, unbeteiligte Organe stark in Mitleidenschaft gezogen werden, da die eine Erkrankung die Folgen der anderen begünstigt und umgekehrt. Problematisch ist vor allem, dass sowohl die erhöhten Blutzuckerwerte als auch der erhöhte Blutdruck die Gefäße schädigen. So gilt es, schnellstmöglich zu handeln und zusammen mit einer guten Stoffwechseleinstellung, den Bluthochdruck konsequent zu behandeln.
Zusätzlich zu der vom behandelten Arzt verordneten Therapie sollen ausreichend Bewegung, Entspannung aber auch verschiedene Nahrungsmittel unterstützend zur Senkung des Blutdrucks beitragen.
Schokolade für den Blutdruck?
Normalerweise steht Schokolade aufgrund ihres Fett- und Kaloriengehaltes nicht unbedingt an erster Stelle der Nahrungsmittel, die man im Zuge einer gesunden Ernährung allgemein empfiehlt. Aufgrund einer aktuellen Studie wird jedoch angenommen, dass Bitterschokolade blutdrucksenkende Eigenschaften hat. Im Rahmen der Studie wurde über einen Zeitraum von drei Monaten untersucht, inwieweit der angenommene blutdrucksenkende Effekt von Bitterschokolade von der Dosis abhängig ist. Dabei wurden die Auswirkungen des Konsums von hohen sowie von geringen Mengen an Bitterschokolade direkt verglichen. Die Studie konnten die These belegen, dass Bitterschokolade mit einer blutdrucksenkenden Wirkung verbunden werden kann. Die Ergebnisse müssen jedoch mit Vorsicht interpretiert werden, da sie aufgrund einer fehlenden Kontrollgruppe verfälscht sein könnten. Außerdem sei zu erwähnen, dass in der Gruppe mit der höheren Schokoladendosierung eine leichte Gewichtszunahme festgestellt werden konnte.
Unser Fazit lautet da: Schokolade, ja zum Genuss. Skepsis beim Verzehr.
Besserer Blutdruck mit Wassermelonen-Extrakt?
Eine andere Studie hat untersucht, ob auch Wassermelonen einen positiven Effekt auf den Bluthochdruck haben können, da die Frucht eine Substanz enthält, die sich entspannend auf die Blutgefäße auswirkt und so laut Studie dabei helfen kann, Bluthochdruck zu verhindern. Das Zaubermittel der Wassermelone ist die reichlich enthaltene Aminosäure L-Citrullin. Diese ist für die Produktion des Moleküls „Stickstoffmonoxid“ wichtig, welches die Gefäßspannung und damit auch den Blutdruck reguliert.
Die Studie aus Florida überprüfte nun in einem kleinen Rahmen, ob ein Wassermelonen-Extrakt Auswirkungen auf den Blutdruck hat. Dafür wurden im Rahmen der Studie neun Erwachsene sechs Wochen lang untersucht, die täglich diesen Extrakt einnahmen. Das erfreuliche Ergebnis war: Die Blutdruckwerte hatten sich nach sechs Wochen bei allen neun Teilnehmern gebessert. Darüber hinaus konnte auch eine verbesserte Elastizität der Arterien nachgewiesen werden.
Ob sich diese Ergebnisse auch in einem großen Testrahmen verifizieren lassen, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass die Wassermelone reich an Vitaminen (A, B6, C), Ballaststoffen und dem Radikalfänger Lycopin ist. Der sekundäre Pflanzenstoff Lycopin schützt gegen UV-Strahlung und erwies sich in Ernährungsstudien beim Menschen als krebsvorbeugend für verschiedene Krebsarten. Der Stoff soll sich jedoch nicht nur allein als Radikalfänger (Antioxidans) bewährt haben, sondern auch die Funktion des Immunsystems unterstützen.
Wassermelone – auch für Diabetiker geeignet
Die Wassermelone hat einen sehr hohen Wasser- und dabei vergleichsweise sehr niedrigen Zuckergehalt. Somit dürfen auch Diabetiker zugreifen. Die Melone hat zudem nur wenige Kalorien je nach Reifegrad gerade einmal 25 bis 50 Kilokalorien pro 100 Gramm.
Außerdem für Diabetiker interessant ist, dass die Frucht auf die Nieren reinigend wirkt.
Blutdruckwerte - Empfehlungen der Europäischen Hochdruckgesellschaft
Laut Empfehlungen der Europäischen Hochdruckgesellschaft, der Deutschen Diabetes-Gesellschaft und diabetesDE sollten die Blutdruckwerte bei Diabetikern in einen Bereich zwischen 130 und 140 mmHg (oberer Wert) und 80 bis 85 mmHg (unterer Wert) liegen. Als optimal gilt dabei ein Wert um 130 zu 80 mmHg.
Weiter wird empfohlen, dass insbesondere bei Diabetikern mit Herzproblemen die untere Grenze der Werte nicht unter 120 zu 75 mmHg fallen sollte, da es sonst zu Durchblutungsstörungen am Herzmuskel kommen könne.
Autor: Kerstin Kirchner
Quelle:
http://www.vnr.de/b2c/gesundheit/wassermelonen-gesunde-vitaminreiche-durstloescher.html
http://www.diabetes-ratgeber.net/Bluthochdruck
http://www.diabetes-ratgeber.net/Bluthochdruck/Wassermelonen-sollen-vor-Bluthochdruck-schuetzen-78017.html
http://www.lifestyle-telegramm.de/122.html?&tx_ttnews[tt_news]=15&tx_ttnews[backPid]=99&cHash=578a3fc29e