Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eine der häufigsten Folge-erkrankungen bei Diabetikern. Die Zuckerkrankheit zieht einen veränderten Stoffwechselprozess nach sich, welcher dazu führen kann, dass sich die Herzkranzgefäße in Folge von Ablagerungen im Laufe der Krankheit verengen. Aufgrund des erhöhten Blutzuckerspiegels liegt die Gefahr einer Gefäßverengung bei Diabetikern generell vier- bis sechsmal höher als bei Nicht-Diabetikern. Diese Nebenerscheinungen der Krankheit sind für viele Herzinfarkte verantwortlich.
Wer einen Herzinfarkt überlebt hat, wird hinterher oft mit Aspirin therapiert. Auch Risiko- Patienten wurde lange Zeit empfohlen, 100 mg Aspirin pro Tag einzunehmen, um einen Infarkt abzuwenden. Diese Art der Vorbeugung gilt nun als umstritten.
Menschen mit einem Typ-2-Diabetes leiden häufig zusätzlich an verengten Herzkranzgefäßen und haben dadurch ein hohes Infarktrisiko. In einer großen, amerikanischen Studie wurde jetzt untersucht, inwiefern diese Menschen von einer frühzeitigen Bypass-Operation profitieren.
Einem Expertenteam des Kinderkrankenhauses in Boston ist es gelungen, herzkranke Mäuse und Ratten zu heilen. Erstmals konnten die Forscher Zellen eines ausgewachsenen Herzens dazu bringen, sich zu vermehren und erholen.
Unter tödlichen Bergsportunfällen sind mehr als zwei Drittel auf Herz-Kreislauf-Versagen zurückzuführen. Wanderer und Skiläufer sind davon am stärksten betroffen. Sollten Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen deshalb auf Wandern und Ski fahren verzichten?
Menschen mit Diabetes haben ein deutlich höheres Risiko für das Herz und das Gefäßsystem betreffende Erkrankungen und sind damit stärker gefährdet, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben. Umgekehrt liegt bei KHK-Patienten häufig Diabetes vor. Diabetiker sollten daher immer parallel kardiologisch und KHK-Patienten grundsätzlich auch diabetologisch betreut werden.
Anlässlich der VI. Jahrestagung und des wissenschaftlichen Symposiums der Stiftung "Der herzkranke Diabetiker" in der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) wurde Anfang Dezember der Förderpreis der Stiftung erstmals für ein Versorgungsforschungs-Projekt vergeben: DiSko bzw. "Wie Diabetiker zum Sport kommen" – ein Schulungsmodul für mehr körperliche Aktivität im Diabetes-Alltag.
In Deutschland hat die Stent-Therapie bei Verengungen der Herzkranzgefäße mit der Einführung von Medikamenten-beschichteten Stents seit Anfang 2002 einen enormen Fortschritt gemacht. Nun wurden jedoch Stimmen laut, welche die Sicherheit dieser Stents in Frage stellen. Die betroffenen Patienten sind verständlicherweise beunruhigt, deshalb bedarf es einer Klärung des Risikos.
Zum vierten Mal in Folge ruft die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstö-rungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V. bundesweit den "Tag des Cholesterins" aus. Sie lädt Praxen, Kliniken, Apotheken, Krankenkassen, Betriebe, Ausbildungsstätten und Schulen dazu ein, sich mit eigenen Mess- und Informationsangeboten zu engagieren. Ziel der Aktion ist es, in der Bevölkerung das Bewusstsein für die Gefahren erhöhter Cholesterinkonzentrationen und weiterer Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu wecken.
"Dein ist mein ganzes Herz" - das sang schon einst der deutsche Musiker Heinz-Rudolf Kunze. Doch nicht nur in Liebesdingen, auch sonst ist ein gesundes Herz enorm wichtig. Besonders Diabetes-Patienten sollten sich bewusst sein, dass sie unter einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Der diesjährige Weltherztag steht unter dem Motto "Healthy Weight, Healthy Shape", was übersetzt so viel bedeutet wie: "Gesundes Gewicht, gute Verfassung".