09.09.2010
Als Hauptursachen für Nierenerkrankungen gelten Diabetes und Bluthochdruck. Forschern der University of California in San Francisco (UCSF) ist es nun gelungen, den weltweit ersten Prototypen einer künstlichen Niere zu entwickeln. Für Patienten mit Niereninsuffizienz bedeutet dies eine Revolution. Eine implantierbare Kunstniere könnte die krankheitsbedingte Bürde lindern, mit der Millionen Menschen leben müssen und gleichzeitig einen großen Kostenfaktor im Gesundheitssystem reduzieren. Bei dem kürzlich vorgestellten Nierenimplantat, das in seiner endgültigen Version etwa die Größe einer Kaffeetasse haben wird, handelt es sich um ein zweistufiges System. In einem ersten Schritt durchläuft das zu reinigende Blut Tausende mikroskopisch kleine Filter, wo dem Blut Giftstoffe entzogen werden. In der zweiten Stufe werden neueste Erkenntnisse im Bereich des Gewebe-Ingenieurwesens angewendet. In einem Bioreaktor ersetzt gezüchtetes Nierengewebe Funktionen der gesunden Niere. Der Prozess wird dabei durch den Blutdruck des Patienten aufrecht erhalten. Eine Stromversorgung benötigt das Implantat nicht.
Quelle:
PM von http://www.pressetext.de