Erstellt am: 08.02.2006
Letzte Änderung am: 08.02.2006
"Sie haben´s gut", höre ich häufig, "bei Ihnen stimmen die Werte, Sie haben keine Probleme". Wirklich nicht? Meistens stimmen meine Werte tatsächlich, liegen nüchtern zwischen 90 und 100 mg/dl, mit kleinen Ausreißern nach unten und oben, also unter 90 über 100 - und das alles immer ohne Medikamente.Nur, so kurz nach Weihnachten war es vorbei mit der heilen Wertewelt. Plötzlich fing der morgendliche Zucker an zu steigen, erst auf 109, dann auf 117, an einem Tag gar auf 132. Was war geschehen? Sicher waren es die guten Dinge der Weihnachtszeit, die Gans beim Bruder, der Sauerbraten mit Spätzle bei den Verwandten, das eine oder andere Bier zuviel. Nur, auch als ich das wegließ, wollten die Werte selbst Anfang Januar nicht wirklich sinken, pendelten um die 110.
Früher hat mich so etwas in panische Hektik versetzt. Verzweifelt wäre ich wie ein Verrückter gelaufen, hätte meinen Körper verflucht. Heute bin ich gelassener, weiß dass mein Organismus keine Maschine ist. Das Joggen habe ich sogar ganz eingestellt, weil mich eine dumpfe Grippe, die aber nicht so wirklich ausbrach, schwächte - und ich weiß, dass Infekte im Körper auch den Zucker ansteigen lassen.
Also blieb ich gelassen, ließ mir durch die hohen Werte die Stimmung nicht vermiesen. Ging so gut es ging spazieren, fing wieder gezielt an, mein Müsli mit all den natürlichen Zuckersenkern zu essen, dem Bockshornklee, dem Zimt, der Hefe und all den anderen Dingen. Und siehe da, langsam sanken auch die Werte wieder.
Jetzt, seit Ende Januar, ist alles wieder im richtigen Bereich, sind die Werte permanent unter 100, ich lebe wieder zweistellig - und ich habe wieder mit dem Joggen angefangen, habe die alte Kraft wiedergefunden, dass ich sogar wie in alten Tagen in Garmisch die Kandahar-Rennstrecke auf Skieren runtergerast (leider packt es mich immer wieder, wenn der Schnee gut ist) bin.
Was folgt daraus? Die Messwerte sind Signale. Sie zeigen, wo wir stehen. Sie zeigen aber noch viel mehr, was zu machen ist. Alles wird gut. Nicht sofort, aber immer dann, wenn der Körper Zeit bekommt, sein Gleichgewicht wieder zu finden.
Autor: Hans Lauber
Quelle: www.lauber-methode.de