Erstellt am: 14.11.2006
Letzte Änderung am: 13.08.2007
Die Arbeitsgemeinschaft „Psychologie und Verhaltensmedizin“ beschäftigt sich mit dieser Thematik. Seit 2002 offeriert der daraus entstandene Verein „Diabetes & Psychologie e.V.“ auf seiner Website einen gut recherchierten Psychotherapieführer. Dort wurden Adressen von Psychotherapeuten aus dem gesamten Bundesgebiet und Österreich aufgelistet, die in der Behandlung von Menschen mit Diabetes erfahren sind:
www.diabetes-psychologie.de/pt_fuehr.htm
Ängste und Depressionen
Doch wann ist eigentlich der Zeitpunkt erreicht, an dem nur noch der Gang zum Therapeuten Hilfe verspricht? Bei einer „normalen“ Lustlosigkeit sollte erst mal das eigene Arbeiten an sich selbst im Vordergrund stehen. Häufig kann der Besuch einer Auffrischungs-Schulung und der Austausch mit ebenfalls Betroffenen – zum Beispiel in den Selbsthilfegruppen – Abhilfe schaffen. Doch wenn depressive Verstimmungen und starke Ängste hinzu kommen, sollte der Fachmann zu Rate gezogen werden. Angst zum Beispiel vor Folgeerkrankungen ist ganz normal. Doch wenn diese Angst so stark und dauerhaft wird, dass sie das Leben bestimmt und einschränkt, sollte sich der Betroffene psychologische oder psychotherapeutische Hilfe suchen.
Wohlfühl-Test
Unter www.diabetes-psychologie.de/who5.htm lässt sich das eigene Wohlbefinden testen. Eine grobe Auswertung folgt der Beantwortung der fünf Fragen. Der Gang zum Therapeuten ist im Zweifel der empfohlene Weg, denn man geht davon aus, dass Depressionen bei Menschen mit Diabetes etwa doppelt so häufig vorkommen wie bei Menschen ohne Diabetes. Mindestens jeder zehnte Diabetiker ist also aktuell davon betroffen. Untersuchungen zeigen, dass das Auftreten einer Depression häufig mit einer schlechteren Stoffwechseleinstellung, mehr Komplikationen und einer deutlich reduzierten Lebensqualität verbunden ist. Dem gilt es, aktiv entgegen zu wirken.