Erstellt am: 22.11.2006
Letzte Änderung am: 22.11.2006
Selbsthilfegruppen bilden sich meist aus einer kleinen Initiative heraus. Eine Hand voll Leute mit dem gleichen Problem, hier der gemeinsamen Krankheit Diabetes, schließt sich zusammen. Oft wachsen diese kleinen Treffen schnell an und es entsteht eine große Gruppe, bei der jeder von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer profitieren kann.In Bergheim war die Entwicklung ähnlich: Im November 1999 gegründet entstand schon ein Jahr später aufgrund des großen Andrangs ein paar Kilometer entfernt eine weitere Gruppe in Bedburg. Seit 2001 treffen sich zusätzlich noch Leute in Elsdorf. Am 14. November 2001 wurde daraus ein eingetragener Verein mit dem Namen Diabetiker Selbsthilfegruppen Bergheim - Bedburg - Elsdorf e.V.
Unterstützung durch Fördermitglieder
Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder jeweils vor Ort. Das Programm ist unterschiedlich: Meist sind Experten eingeladen, die die Diabetiker zu einem bestimmten Thema informieren. Nicht selten handelt es sich dabei um Fördermitglieder, die den eingetragenen Verein nicht nur finanziell, sondern zusätzlich durch persönliches Engagement unterstützen. Doch auch die Diskussion der Teilnehmer untereinander kommt nicht zu kurz.
An einem Dienstagabend im Januar treffen sich wieder wissbegierige Diabetiker und Angehörige im Krankenhaus Maria Hilf in Bergheim. Als Expertin zu Gast ist Claudia Rosenberg, Ernährungsberaterin und Fachapothekerin für Offizinpharmazie sowie Fördermitglied des Vereins.
Gesund abnehmen
Unter dem Titel "Genussvoll und gesund abnehmen - auch bei Diabetes" erläutert sie den Anwesenden, dass das richtige Gewicht wichtig ist und man dies am besten durch gesunde Ernährung und Bewegung erreicht. Sie gibt praktische Tipps und Hilfestellungen, wie man schnell erste Erfolge erzielen kann, ohne auf vieles verzichten zu müssen.
Man sollte viel trinken, am besten Mineralwasser. Das hat keine Kalorien, doch der Körper braucht Energie, um es zu verarbeiten und zu nutzen. Wer abnehmen will, sollte nicht mehr als 30 Gramm Fett täglich zu sich nehmen. Das hört sich viel an, sind aber beispielsweise nur sechs Teelöffel Öl. Am besten stellt man sich eine Art "Tagesbudget" an Fett vor, von der man die bereits verzehrte Menge abzieht.
Gar nicht so schwer...
Mit zahlreichen dieser praktischen Kniffe zeigt sie den anwesenden Diabetikern, dass es gar nicht so schwierig ist, auf die Ernährung zu achten und das Gewicht zwar langsam, dafür aber nachhaltig zu verringern. Man muss auf nichts verzichten, alles ist erlaubt. Nur auf die Menge kommt es an - und darauf, ob man sich nebenbei noch bewegt. Zum Abschied bietet die Ernährungsberaterin an, in einem halben Jahr wieder zu kommen und zu sehen, ob sich schon erste Erfolge zeigen.
Autor: Ramona Völkl
Quelle: DIABETESGATE Gesundheitsinformationen. 01/2006